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gerischer Geist unter den Einzelnen viel gewöhnlicher alsbei den gebildeten Völkern, denn bei jenen besitzt ihn fastjeder einzelne Krieger, während bei den gebildeten eineganze Masse nur durch die Nothwendigkeit und keineswe-gs durch innern Trieb mit fortgerissen wird. Aber unterrohen Völkern findet man nie einen eigentlich großen Feld-herrn, und äußerst selten was man ein kriegerisches Genienennen kann, weil dazu eine Entwicklung der VerstandeS-kräfte erforderlich ist, die ein rohes Volk nicht haben kann.Daß auch gebildete 'Völker eine mehr oder weniger krie-gerische Richtung und Entwicklung haben können, verstehtsich von selbst, und je mehr dies der Fall ist, um so häu-figer wird sich in ihrem Heere der kriegerische Geist auchin dem Einzelnen finden. Da dies nun mit dem höherenGrade desselben zusammentrifft, so gehen von solchen Völ-kern immer die glänzendsten kriegerischen Erscheinungenaus, wie Römer und Franzosen bewiesen haben. Die größ-ten Namen dieser, und aller im Kriege einst» berühmtenVölker, fallen aber immer erst in die Zeiten einer höher»Bildung.
Es läßt uns dies schon errathen ^ wie groß der An-theil ist, welchen die Vcrstandcskräfte an dem höhcrn krie-gerischen Genius haben. Wir wollen jetzt einen nähernBlick auf ihn werfen.
Der Krieg ist das Gebiet der Gefahr, cS ist also^Muth vor allen Dingen die erste Eigenschaft des Kriegers.
Der Muth ist doppelter Art: einmal Muth gegen diepersönliche Gefahr, und dann Muth gegen die Verant-wortlichkeit, fei cS vor dem Richtcrstuhl irgend einer äu-ßern Macht, oder der innern, nämlich des Gewissens.Nur von dem ersteren ist hier die Rede.
Der Muth gegen die persönliche Gefahr ist wieder