Band 
Erster Theil.
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doppelter Art: erstens, kann er Gleichgültigkeit gegen dieGefahr sein, sei es daß ste aus dem Organismus desIndividuums, oder aus Geringschätzung des Lebens, oderaus Gewohnheit hervorgehe, auf jeden Fall aber ist erals ein bleibender Zustand anzusehen.

Zweitens kann der Muth aus positiven Motivenhervorgehen, wie Ehrgeiz, Vaterlandsliebe, Begeisterungjeder Art. In diesem Fall ist der Muth nicht sowohl einZustand, als eine Gemüthsbewegung, ein Gefühl.

Es ist begreiflich, daß beide Arten verschiedener Wir-kung sind. Die erste Art ist sicherer, weil ste, zur zwei-ten Natur geworden, den Menschen nie verlaßt, die zweiteführt oft weiter; der ersten gehört mehr die Sündhaf-tigkeit, der zweiten mehr die Kühnheit an; die erste läßtden Verstand nüchterner, die zweite steigert ihn zuweilen,verblendet ihn aber auch oft. Beide vereinigt, gebendie vollkommenste Art des Muthes.

Der Krieg ist das Gebiet körperlicher Anstrengungenund Leiden; um dadurch nicht zu Grunde gerichtet zu wer-den, bedarf cö einer gewissen Kraft des Körpers und derSeele, die, angeboren oder eingeübt, gleichgültig dagegenmacht. Mit diesen Eigenschaften, unter der bloßen Füh-rung des gefunden Verstandes, ist der Mensch schon eintüchtiges Werkzeug für den Krieg, und diese Eigenschaf-ten sind es, die wir bei rohen und halbkultivirten Völkernso allgemein verbreitet antreffen. Gehen wir in den For-derungen weiter, die der Krieg an seine Genossen macht,so treffen wir auf vorherrschende Verstandeskräfte.Der Krieg ist das Gebiet der Ungewißheit; drei Vier-theile derjenigen Dinge,' worauf das Handeln im Kriegegebaut wird, liegen im Nebel einer mehr oder wenigergroßen Ungewißheit. Hier ist cö also zuerst, wo ein feiner