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Dieser Unterschied der Gcmüthskonsiitution liegt wahr-scheinlich dicht an der Gränze der körperlich enKräftc,die sich in dem menschlichen Organismus regen, und ge-hört jener Amphibiennatur an, die wir Nervensystem nen-nen, die mit der einen Seite der Materie, mit der an-dern dem Geiste zugewendet scheint. Wir mit unsererschwachen Philosophie, haben in diesem dunkeln Felde nichtsweiter zu suchen. Wichtig ist es uns aber, bei der Wir-kung einen Augenblick zu verweilen, welche diese verschie-denen Naturen in der kriegerischen Thätigkeit haben, undin wie fern eine große Seelensiärke von ihnen zu er-warten ist.
Die indolenten Menschen können nicht leicht aus demGleichgewicht gebracht werden, aber freilich kann man dasnicht Seelcnstärke nennen, wo es an aller Kraftäußerungfehlt. Es ist aber nicht zu verkennen, daß solche Men-schen, eben wegen ihres beständigen Gleichgewichts, imKriege von einer gewissen einseitigen Tüchtigkeit sind. Esfehlt ihnen oft das positive Motiv des Handelns, der An-trieb, und, als Folge davon, die Thätigkeit, aber sie ver-derben nicht leicht Etwas.
Die Eigenthümlichkeit der zweiten Klaffe ist, daß sievon kleinen Gegenständen leicht zum Handeln angeregt, vongroßen aber leicht erdrückt wird. Menschen dieser Art wer-den eine lebhafte Thätigkeit zeigen, einem einzelnen Unglück-- lichen zu helfen, aber von dem Unglück eines ganzen Volksnur traurig gestimmt, nicht zum Handeln angeregt werden.
Im Kriege wird es solchen Männern weder an Thätig-keit noch an Gleichgewicht fehlen, aber etwas Großes wer-den sie nicht vollbringen, es müßte denn sein, daß in einemsehr kräftigen Verstände die Motive dazu vorhanden