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wären. Es ist aber selten/ daß stch mit solchen Gemü-thern ein sehr starker/ unabhängiger Verstand verbände.
Die aufbrausende»/ aufflammenden Gefühle sind anstch für das praktische Leben/ und also auch für den Krieg/nicht sehr geeignet. Sie haben zwar das Verdienst star-ker Antriebe/ aber diese halten nicht vor. Wenn indessenin solchen Menschen die Regsamkeit die Richtung des Mu-thes und des Ehrgeizes hat/ so wird sie im Kriege aufniedrigen Stellen oft sehr brauchbar, aus dem bloßenGrunde, weil der kriegerische Akt, über den ein Führer derniedern Stufen zu gebieten hat, von viel kürzerer Dauerist. Hier reicht oft ein einzelner muthiger Entschluß, eineAufwallung der Seclcnkräfte hin. Ein kühner Anfall, einkräftiges Hurrah, ist das Werk weniger Minuten, ein küh-ner Schlachtenkampf ist das Werk eines ganzen' Tages,und ein Feldzug das Werk eines Jahres.
Bei der reißenden Schnelligkeit ihrer Gefühle ist essolchen Menschen doppelt schwer, das Gleichgewicht desGemüths zu behaupten, daher verlieren sie häufig den Kopf,und dies ist für die Kriegführung die schlimmste ihrerSeiten. Aber es würde gegen die Erfahrung sein, zubehaupten: daß sehr reizbare Gemüther niemals stark, d.h.auch in ihren stärksten Regungen im Gleichgewicht seinkönnten. Warum sollte auch das Gefühl für die eigeneWürde in ihnen nicht vorhanden sein, da sie in der Regelden edleren Naturen angehören. Dies Gefühl fehlt ihnenselten, es hat aber nicht Zeit wirksam zu werden. Hinter-her sind sie meist von Selbstbeschämung durchdrungen.Wenn Erziehung, Selbstbeobachtung und Lebenserfahrungsie früh oder spät das Mittel gelehrt haben, gegen stchselbst auf der Hut zu sein, um in Augenblicken lebhafterAnregung sich des, in ihrer eigenen Brust ruhenden, Gc-