Band 
Erster Theil.
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zu erkämpfen/ dies würde nichts zu ihrer Wirksamkeit/und wenig zu ihrem Glück beitrage«/ sondern wir wollennur die Sachen zeigen wie sie sind/ und vor dem Irr-thum warne»/ daß im Kriege ein bloßer Vravo ohne Ver-stand Vorzügliches leisten könne.

Wenn wir schon in den niedrigsten Führerstellcn fürden/ welcher ausgezeichnet sein soll/ auch ausgezeichnete Gei-steskräfte fordern/ und diese mit jeder Stufe steigern/ sofolgt daraus von selbst/ daß wir eine ganz andere Ansichtvon den Leuten haben/ welche die zweiten Stellen in einemHeere mit Ruhm bekleide»/ und ihre scheinbare Einfaltneben dem Polyhistor/ dem federthätigen Geschäftsmann/dem confcrirenden Staatsmann/ soll uns nicht irre machenan der ausgezeichneten Natur ihres wcrkthätigen Verstandes.Freilich geschieht es zuweilen/ daß Männer den Ruhm,welchen sie sich in niedrigen Stellen erworben haben / indie hohem mit hinüber bringe»/ ohne ihn wirklich dort zuverdienen; werden sie nun in diesen nicht viel gebraucht/kommen sie also nicht in die Gefahr, sich Blößen zu ge-ben, so unterscheidet das Urtheil nicht so genau, welche Artvon Ruf ihnen zukömmt, und so tragen solche Männer oftbei, daß man einen geringen Begriff faßt von der Per-sönlichkeit, die in gewissen Stellen noch zu glänzen vermag.

Es gehört also, von unten herauf, zu den ausgezeich-neten Leistungen im Kriege ein eigenthümlicher Genius.Mit dem Namen des eigentlichen Genius pflegt aber dieGeschichte und das Urtheil der Nachwelt nur diejenigenGeister zu belegen, die in den ersten, d. h. in den Feld-hcrrnstellen geglänzt haben. Die Ursache ist, weil hierallerdings mit einemmal die Forderungen an Verstand undGeist sehr gesteigert werden.

Um