Band 
Erster Theil.
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ganz richtig gesagt: daß viele dem Feldherrn vorliegendeEntscheidungen eine Aufgabe mathematischer Kalküls bil-den würden^ der Kräfte eines Newton und Eulcr nichtunwürdig.

Was hier von höhern Geisteskräften gefordert wird,ist Einheit und Urtheil zu einem wunderbaren Geistcsblickgesteigert/ der in seinem Fluge tausend halb dunkle Vor-stellungen berührt und beseitigt/ welche ein gewöhnlicherVerstand erst mühsam an's Licht ziehen/ und an denen ersich erschöpfen würde. Aber diese höhere Geistcöthätigkeit/dieser Blick des Genies/ würde doch nicht zur historischenErscheinung werden/ wenn die Gemüths- und Charakter-eigenschaften/ von denen wir gehandelt haben/ ihn nicht un-terstützten-

Das bloße Motiv der Wahrheit ist in dem Men-schen nur äußerst schwach/ und darum immer ein großerUnterschied zwischen dem Erkennen und Wollen/ zwischendem Wissen und Können. Den stärksten Anlaß zum Han-deln bekömmt der Mensch immer durch Gefühle/ und denkräftigsten Nachhält/ wenn man uns den Ausdruck gestat-ten will, durch jene Legirungen von Gemüth und Verstand/die wir in der Entschlossenheit/ Festigkeit/ Sündhaftigkeit/und Charakterstärke kennen gelernt haben.

Wenn übrigens diese erhöhete Geistes- und Gcmüths-thätigkcit des Feldherrn sich nicht in dem Totalerfolg sei-nes Wirkens kund thäte/ und nur auf Treue und Glaubenangenommen würde, so würde ste nur selten zur histori-schen Erscheinung werden.

Was von dem Gange der kriegerischen Ereignisse be-kannt wird, ist gewöhnlich sehr einfach/ steht stch einandersehr ähnlich, und Niemand, der stch an die bloße Erzäh-lung hält, sieht von den Schwierigkeiten, die dabei über-