Band 
Erster Theil.
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dem Talent überlassen bleiben muß, und von einer theo-rctischen Anweisung weniger Gebrauch gemacht werdenkann, als in jedem anderen.

Dritte Eigenthümlichkeit: Ungewißheit aller Data.

Endlich ist die große Ungewißheit aller Data imKriege eine eigenthümliche Schwierigkeit, weil alles Han-deln gewissermaßen in einem bloßen Dämmerlicht verrichtetwird, was noch dazu nicht selten, wie eine Nebel-oderMondscheinbeleuchtung, den Dingen einen übertriebenen Um-fang, ein groteskes Ansehen giebt.

Was diese schwache Beleuchtung an vollkommenerEinsicht entbehren laßt, muß das Talent errathen, oder esmuß dem Glück überlassen bleiben. Es ist also wieder dasTalent, oder gar die Gunst des Zufalls, welchen in Erman-gelung einer objektiven Weisheit vertraut werden muß.

Eine Positive Lehre ist unmöglich.

Bei dieser Natur des Gegenstandes müssen wir unssagen, daß es eine reine Unmöglichkeit wäre, die Kriegs-kunst durch ein positives Lehrgebäude, wie mit einem Ge-rüste, versehen zu wollen, welches dem Handelnden überalleinen äußern Anhalt gewähren könnte. Der Handelndewürde sich in allen jenen Fällen, wo er auf sein Talentverwiesen ist, außer diesem Lehrgebäude, und mit ihm inWiderspruch befinden, und es würde, wie vielseitig das-selbe auch aufgefaßt sein mögte, immer dieselbe Folgewieder eintreten, von der wir schon gesprochen haben: daßdas Talent und Genie außer dem Gesetze han-delt, und die Theorie ein Gegensatz der Wirk-lichkeit wird.