Band 
Erster Theil.
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Man hat dies schon früher gefühlt, und deswegenbehauptet, der Krieg sei ein Handwerk; damit war abermehr verloren als gewonnen, denn ein Handwerk ist nureine niedrigere Kunst, und unterliegt als solche auch be-stimmteren und engeren Gesetzen. In der. That hat dieKriegskunst eine Zeit lang sich im Geiste des Handwerksbewegt, nämlich zur Zeit der Condottieri. Aber dieseRichtung hatte sie nicht nach innern sondern aus äu-ßern Gründen, und wie wenig sie in dieser Zeit naturge-mäß und befriedigend war zeigt die Kriegsgeschichte.

Der Krieg ist ein Akt des menschlichen Verkehrs.

Wir sagen also, der Krieg gehört nicht in das Ge-biet der Künste und Wissenschaften, sondern in das Gebietdes gesellschaftlichen Lebens. Er ist ein Konflikt großerInteressen, der sich blutig lässt, und nur darin ist er vonden andern verschieden. Besser als mit irgend einer Kunst,ließe er sich mit dem Handel vergleichen, der auch einKonflikt menschlicher Interessen und Thätigkeiten ist, undviel näher steht ihm die Politik, die ihrerseits wieder alseine Art Handel in größerem Maaßstabe, angesehen wer-den kann. Außerdem ist sie der Schooß, in welchem sichder Krieg entwickelt; in ihr liegen die Lineamente desselbenschon verborgen angedeutet, wie die Eigenschaften der leben-den Geschöpfe in ihren Keimen.

Unterschied.

Das wesentliche des Unterschiedes besteht darin, daßder Krieg keine Thätigkeit des Willens ist, die sich gegeneinen todten Stoff äußert, wie die mechanischen Künste,oder gegen einen lebendigen, aber doch leidenden sich hin-gebenden Gegenstand, wie der menschliche Geist und das