Band 
Erster Theil.
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tums nicht thunlich ist/ die fehlende Beweiskraft durch dieAnzahl der Beispiele ergänzen kann/ haben wir schon ein-geräumt/ aber cS ist nicht zu läugnen/ daß dies ein ge-fährlicher Ausweg ist/ der häufig gemißbraucht wird. Statteines sehr umständlich dargelegten Falles, begnügt mansich, drei oder vier bloß zu berühren, und gewinnt da-durch den Schein eines starken Beweises. Aber es giebtGegenstände, wo ein ganzes Dutzend aufgeführter FälleNichts beweis't, wenn sie sich nämlich häufig wiederholen,und es also eben so leicht ist, ein Dutzend Fälle mit entge-gengesetztem Ausgang dawider anzuführen. Wer uns einDutzend Verlorner Schlachten nennt, in welchen der Ge-schlagene in getrennten Kolonnen angriff, dem können wirein Dutzend gewonnene nennen, wo eben diese Ordnunggebraucht wurde. Man steht, daß auf diese Weise keinResultat zu erreichen wäre.

Wenn man stch diese verschiedenen Verhältnisse über-legt, so wird man einsehen, wie leicht mit Beispielen Miß-brauch getrieben werden kann.

Ein Ereigniß, was nicht in allen seinen Theilen sorg-fältig aufgebaut, sondern im Fluge berührt wird, ist wieein aus zu großer Entfernung gesehener Gegenstand, andem man die Lage seiner Theile nicht mehr unterscheidenkann, und der von allen Seiten ein gleiches Ansehen hat.Wirklich haben solche Beispiele den widersprechendstenMeinungen zur Stütze dienen müssen. Dem Einen sindDaun's Feldzüge das Muster weiser Behutsamkeit, demAndern der Zaghaftigkeit und Unentschlossenheit. Bona-parte's Vordringen über die norischen Alpen im Jahre1797 kann als die herrlichste Entschlossenheit, aber auchals eine wahre Unbesonnenheit erscheinen; seine strategischeNiederlage 1812 kann als eine Folge eines Übermaaßes