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gen zu lassen, wie es nöthig ist/ um sie zu Beweisen brau-chen zu können/ denn es fehlt den Schriftstellern meistenseben so sehr an den Mitteln als an Zeit und Raum dazu;wir behaupten aber/ daß/ wo es auf die Feststellung einerneue«/ oder einer zweifelhaften Meinung ankömmt/ ein ein-ziges gründlich dargestelltes Ereigniß belehrender ist/ als zehnbloß berührte. Das Hauptübel dieser oberflächlichen Berüh-rung liegt nicht darin/ daß der Schriftsteller sie giebt mitdem falschen Anspruch/ dadurch Etwas beweisen zu wolle«/sondern daß er diese Ereignisse nie ordentlich kennen gelernthat/ und daß von dieser oberflächlichen leichtsinnigen Be-handlung der Geschichte dann hundert falsche Ansichtenund theoretische Projektmachereien entstehe»/ die nie zumVorschein gekommen wären/ wenn der Schriftsteller dieVerpflichtung hätte/ Alles/ was er Neues zu Marktbringt und aus der Geschichte beweisen will/ aus demgenauen Zusammenhang der Dinge unzweifelhaft hervorge-hen zu lassen.
Hat man sich von diesen Schwierigkeiten bei demGebrauch historischer Beispiele und von der Nothwendig-keit dieser Forderung überzeugt/ so wird man auch derMeinung sei«/ daß die neueste Kriegsgeschichte immer dasnatürlichste Feld für die Wahl der Beispiele sein muß/insoweit sie nur hinreichend bekannt und bearbeitet ist.
Nicht nur/ daß entferntere Perioden andern Verhält-nissen angehöre»/ also auch einer andern Kriegführung/und daß also ihre Ereignisse weniger lehrreich und prak-tisch für uns sind/ sondern es ist auch natürlich/ daß dieKriegsgeschichte/ wie jede andere/ nach und nach eineMenge von kleinen Zügen und Umständen einbüßt/ die sieAnfangs noch auszuweisen hatte/ daß sie immer mehr anFarben und Leben verliert/ wie ein ausgeblaßtcs oder