haben, welch ein ungeheuerer Faktor in dem Produkt derStaats - Kriegs - und Streitkräfte das Herz und die Ge-sinnung der Nation sei, — nachdem die Regierungen allediese Hilfsmittel kennen gelernt haben: ist nicht zu erwar-ten, daß sie dieselben in künftigen Kriegen unbenutzt lastenwerden, sei es, daß die Gefahr der eigenen Existenz ihnendrohe, oder ein heftiger Ehrgeiz sie treibe.
Daß Kriege, welche mit der ganzen Schwere der ge-genseitigen Nationalkraft geführt werden, nach andernGrundsätzen eingerichtet sein müssen als solche, wo Allesnach dem Verhältniß der stehenden Heere zu einander be-rechnet wurde, ist leicht einzusehen. Die stehenden Heereglichen sonst den'Flotten, die Landmacht der Seemacht inihrem Verhältniß zum übrigen Staat, und daher hattedie Kriegcökunst zu Lande Etwas von der Seetaktik wassie nun ganz verloren hat.
Achtzehntes Kapitel.Span n u n g und R u h e.
Das dynamische Gesetz des Krieges.
Wir haben im sechzehnten Kapitel dieses Buches ge-sehen, wie viel größer in den meisten Feldzügen die Zeitdes Stillstandes und der Ruhe als die des Handelns war.Wenn wir nun auch, wie im zehnten Kapitel gesagt ist,in den heutigen Kriegen einen ganz anderen Charakterwahrnehmen, so ist es doch gewiß, daß das eigentlicheHandeln immer von mehr oder weniger langen Pausen un-