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[Band 1.]
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Mit Tagesanbruch dcbouchirte eine Colonne von 2000 Mann von Lüttichgegen Clerfayt, während Scherer manövrirte, um Latours rechten Flügel zu um-gehen, und ihn von dem Obergeneral abzuschneiden. Die Kaiserlichen entzogensich den Folgen dieser Combination durch einen schleunigen Rückzug nach Hervö.Von hier gewannen sie Aachen, und hierauf die Ufer der Roer, wo ClerfaytStellung nahm, mit dem rechten Flügel bei Linnich und Ratheim, mit dem lin-ken unter Latour bei Düren, mit der Mitte bei Aldenhofcn. In dieser Stellungwarteten sie den Angriff ab, entschlossen, die Zugänge zum Rhein zu vertheidigen.

Die österreichische Armee war durch die bisher stattgehabten Gefechte bis auf77,000 Mann hcrabgekommen; am Tage der Schlacht stand sie auf folgendenPunkten: Wernek mit 13,500 Mann bei Ratheim, von wo aus ein Cordon bisRoermonde gezogen war. Kray mit 6023 Mann bei den verschanzten DörfernEngelsdorf, Bornen und Kirchberg vorwärts Jülich. 13,000 Mann lagerten beiHambach; General Fink mit 3000 Mann bei Arnoldswciler, um die Verbin-dung mit Latour (23,000 Mann) in der Gegend von Düren zu unterhalten,dessen äußerster linker Flügel unter Haddik bei Niedeggen blieb. Zwei besondereVorpostencorps, zusammen 9600 Mann, standen unter den Generalen Kienmayerund Devay bei Kirchberg und Linnich.

Französischer Seits standen am 25. Septbr. die Divisionen Mayer und Hac-quin (17,800 Mann) bei Cornclismünster; Marceau (8800 Mann) bei Eschwei-ler; hinter beiden 26,000 Mann, welche das Centrum bildeten, in drei Divi-sionen bei Aachen; die Vorhut, 12,000 Mann unter Lefebvre gegen Rolduc; dieReserve-Reiterei (3200 Pferde) bei Fouron le conte. General Bonnet war beiHuy, die 4 Divisionen des linken Flügels (35,000 Mann) unter Kleber waren inMaestricht zurückgeblieben, welche Festung man in der Voraussetzung zu belagernbeabsichtigte, daß die Oesterreicher ohne Western Aufenthalt über den Rhein zu-rückgehen würden. Sobald Jourdan bemerkte, daß der Feind hinter der Roerstehen blieb, beschloß er, ihn vor allen Dingen auf das rechte Rheinufer zurück-zudrängen ; er zog deßhalb Kleber mit 20,000 Mann von dem Blocadecorps vonMaestricht an sich, und couzentrirte die gegen 88,000 Mann starke Armee zwischenEschweiler und Basweiler, von wo sie am Morgen des 2ten Octobers zumAngriffe vorrückte. Scherer erhielt den Auftrag, mit dem rechten Flügel denUcbcrgang über die Roer in der Gegend von Düren zu erzwingen, und diesenOrt zu erobern; links von ihm sollte die Division Hotry zwischen Lammersdorfund Altdorf übergehen und Hambach bedrohen; die Divisionen Championnet undMorlot nebst der Rescrve-Cavalerie marschirten gegen Kray's Stellung, vorwärtsJülich; Lefebvre hatte die Anweisung, den Fluß bei Linnich, Kleber, ihn in derGegend von Ratheim zu überschreiten. Der letztere fand hier so heftigen Wider-stand, daß er den ganzen Tag über seinen Zweck nicht erreichen konnte; erstspät Abends gelang es einigen Bataillonen, überzusetzen; ehe es zum Angriffevon Ratheim selbst kam, verließ Wernek diese Stellung am andern Morgen inFolge des allgemeinen Rückzuges.