Staaften und Altenberg, den rechten Flügel St. Cyr bedrohend, Stellung, derjedoch, in der Front lebhaft angegriffen, keine Truppen gegen sie entsendete.
Hier konnten die Oesterreicher, durch das aufgeweichte Erdreich lange aufge-halten, erst Morgens um 7 Ihr zum ernstlichen Angriffe schreiten. In 6 kleinenColonnen giengen die hiezu bestimmten 19 % Bataillone und 24 Schwadronenvon Ammerdingen, Aufhäufen und Forheim gegen Dischingen, Dunstclkingen undOhmenheim vor. St. Cyr, der sich nicht in einer Stellung schlagen wollte, dieihm schon Tags zuvor bedenklich erschienen war, befahl den beiden Infanterie-Brigaden, gegen welche die ersten 4 Colonnen anrückten, rechts und links vonDunstelkingen Stellung zu nehmen, welche Bewegung die Reiterei decken sollte;allein diese wich ohne Aufenthalt bis hinter Eglingcn und entblößte dadurch dierechte Flanke der 6 Bataillone, welche eben im Begriffe waren, von den Höhenvon Aufhäufen abzuziehen. Die österreichische Reiterei benützte diesen günstigenUmstand und sprengte die Brigade auseinander. Zwar begünstigte das durch-schnittene Terrain ihre Flucht, doch war die Verwirrung so groß, daß nur einegeringe Zahl hinter der Egge wieder gesammelt werden konnte. Die Brigade beiOsterhofen hatte die angeordnete Bewegung ohne Unfall ausgeführt, so daß nunbei Dunstelkingen 9 Bataillone und 17 Schwadronen standen; die Reserve, 3 Ba-taillone, 20 Schwadronen wurden in dem Raum zwischen Frikingen und demWeihnachtshof vorgezogen. Statt diese Stellung mit vereinten Kräften anzugrei-fen, wendete sich ein Theil der Oesterreicher links gegen Trugenhofen und Reis-tingcn, so daß bei Dunstclkingen nur noch 8 Bataillone verwendbar blieben.Diese marschirten der feindlichen Stellung gegenüber auf, beschränkten sich jedochauf ein Geschützfcuer, indem sie die Fortschritte der 5ten und 6ten Colonne ab-warteten.
Diese waren jedoch nicht geeignet, die Entscheidung herbeizuführen, denn ob-gleich es ihnen gelang, Kösingen zu erobern, so scheiterten doch alle Versuche ge-gen Schweindorf. Eben so wenig vermochte die Vorhut von Nördlingen her in denSchwcindorfer Wald einzudringen, da der größere Theil der bei Bopfingen stehen-den französischen Division zur Unterstützung herbeieilte, sobald sie bemerkten, daßdie Oesterreicher gegen sie neue Demonstrationen machten. Fürst Liechtenstein,der diese Vorhut befehligte, mußte sich nach mehrstündigem Gefechte daraus be-schränken, das Hervorbrechen des Feindes aus dem Walde zu verhindern. Aufdie Meldung, daß Bopfingen sehr entblöst sey, eilte er dahin, und vertrieb dieRepublikaner aus dem Städtchen; allein Nachmittags 5 Uhr traf der bestimmteBefehl des Erzherzogs ein, das Gefecht auf allen Punkten einzustellen.
Die 5te und 6te Colonne waren inzwischen wieder aus Kösingen gegen For-hcim zurückgeworfen, und einige Angriffe der übrigen Colonnen auf die Stellungvon Dunstelkingen abgewiesen worden, so daß die Oesterreicher Nachmittags2 Uhr das Gefecht aus Erschöpfung aufgab. Ihr rechter Flügel mußte nachMddingen, der linke bis Dillingen zurückgehen; das Centrum blieb dem Feindegegenüber stehen und hätte dadurch leicht in Verlegenheit kommen können, wärenicht St. Cyr's Corps fast gänzlich ohne Munition und Moreau zu bewegen ge-