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[Band 1.]
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staat ergriffen. Aber die aristokratischen Einrichtungen der Schweiz hatten sichbis setzt erhalten: und wenn auch die zweifelhafte Neutralität des Berner Senatsden Kriegsoperationen sein Gebiet verschloß, so blieb dennoch den contrerevolutionä-ren Umtrieben ein weiter Spielraum. Das Direktorium wirkte demselben auf demgewöhnlichen Wege entgegen, indem es die Leidenschaften des Volkes aufregte,und diese Parthei durch zwei aus der Rhein- und italienischen Armee gezogenenDivisionen unterstützte. Als die letztem sich Genf nähertm, erhob sich das Waadt-land. Den Cantonen Frciburg und Bern unterworfen, war es seither von denpolitischen Rechten ausgeschlossen gewesen, und ergriff daher setzt die Gelegenheitmit Feuer, dieselben zu erzwingen. Nachdem der Senat seine Milizen ausgchobenhatte, ließ er sie nach Lausanne rücken; als aber die französische Division (10,000Mann) in das Waadtland eindrang, zogen sich die Schweizer zurück. Allmähliggriff die Revolution um sich. Es blieb Bern nichts übrig, als das Glück der Waffenzu versuchen. Brune übernahm den Oberbefehl der Armee (15—20,000 Mann),an deren Spitze er sich gegen Solothurn und Freiburg in Marsch setzte. Der Schwei-zer-General Erlach hoffte beide Colonnen aufzuhalten, die, ohne Verbindung untersich, berühmte Stellungen gegen sich hatten; allein seinen Truppen fehlte es analler Disciplin. Sie hielten nirgends Stand, wähnten sich verrathen, verlorenBern, und liefen, nachdem sie ihren General ermordet hatten, auseinander.

Im Besitze von Bern entwarfen die Franzosen eine der ihrigen gleiche Ver-fassung und schlugen diese der Schweiz zur Annahme vor. Das Oberland, dieCantone Schwitz, Uri, Unterwald, Zug und Glarus wies sie mit den Waffenin der Hand zurück. Auf allen Punkten geschlagen, wichen sie endlich der Ueber-macht, und ohne ihre Zustimmung abzuwarten, ward die helvetische Republikproklamirt.

III.

Expedition nach EgYPten.

Abfahrt der Flotte (19. Mai 1798). — Einnahme von Malta (12. Juni); von Alexandria(2. Juli). — Treffen von Ramanieh (io.); — von Chobrakit (13.). — Schlacht bei denPyramiden (21.). — Besetzung von Cairo (25.). — Treffen bei Salahieh (ii. August). —Seeschlacht bei Abukir (2. und 3. Aug.). — Expedition gegen Faivum (25. August). —Schlacht bei Sediman (7. Oct.). — Aufstand zu Cairo (21.).

Das Direktorium überließ sich ohne Furcht vor einer Diversion auf dem Fest-lande, den Entwürfen gegen England.

Man hatte eine Landung in Irland beschlossen, allein die Rüstungen warennoch nicht beendigt, als Bonaparte zu einer Expedition abgieng, zu welcher erden ersten Gedanken gegeben hatte, und deren Folgen die ganze Welt umfaßten.Die Türkei, Frankreichs alte und treue Verbündete, gieng mit raschen Schrittenihrem Untergänge entgegen. Die Russen hatten ihr kürzlich die Nordküste des

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