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[Band 1.]
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Glieder und sprach jene eines solchen Schlachtfeldes würdigen Worte: "Solda-ten! bedenket, daß von der Spitze jener Pyramiden vierzig Jahrhunderte auf euchn herniederschauen."

Den Bey's war die Kunst der Kriegsführung gänzlich unbekannt. Sie hattenden Marsch der Franzosen nicht recognoszirt, und unbegreiflicher Weise erwarte-ten sie auf beiden Ufern angegriffen zu werden.

Die in der größten Verwirrung ergriffenen Maßregeln zeugten übrigens vonder Verachtung, welche die Europäer ihnen einflößten. Sie hatten ihre Streit-kräfte in zwei Heere getheilt, zwischen welchen eine zahlreiche Flottille die Ver-bindung herstellte. Auf dem linken Ufer warf Murad 20,000 Mann zu Fußnach Embabeh, das von einigen unförmlichen Verschanzungen umgeben und von40 Geschützen vertheidiget war. 3000 Araber bewachten die von einer Mauerumgebene kleine Stadt Giseh, und 6000 Mameluken füllten entlang dem Nilden Raum zwischen diesen beiden Punkten aus. Auf dem rechten Ufer deckteIbrahim und der Pascha mit 15 — 20,000 Mann (Mameluken, Spahis undJanitscharen) die Wälle von Cairo.

Als die Franzosen sich näherten, brach ein Reitercorps aus Embabeh und griffdie Vorhut derselben an; es war durch ein Rottcnfeuer mit Verlust einiger Todtenzurückgewiesen. Unverzüglich traf Bonaparte Anstalten zum Angriffe. Eine Re-cognoszirung der Verschanzungen von Embabeh hatte ergeben, daß sie nicht ge-eignet waren, gegen den Anfall der französischen Infanterie Schutz zu gewähren.Auch hatte Bonaparte wahrgenommen, daß die Geschütze des Lagers dergestaltlaffetirt waren, daß sie dasselbe nicht verlassen konnten. Diese Beobachtungenreichten hin zum Entwürfe seiner Dispositionen. Wie bei Chebreis formirte erseine Divisionen in Vierecke; statt jedoch den Angriff abzuwarten, rückte sie gleichgroßen Thürmen vor, welche eine mächtige Gewalt in Bewegung zu setzen schien.Die 3 ersten Divisionen manöverirten, den linken Flügel an den Nil gelehnt,um Embabeh einzuschließen. Der Obergeneral marschirte mit der rechten Flügel,Division; die beiden andern Divisionen Desair und Reynier setzte sich dem Flusseentlang gegen die Front der Mameluken in Bewegung, wodurch sich die Absicht aus-sprach, an denselben außerhalb des Kanonenschußbereichs vorüber zu ziehen undihnen den Rückzug nach Ober-Aegypten abzuschneiden. Anfangs setzte diese Bewe-gung Murad in Staunen; allein bald sah er die Gefahr ein; er erkannte, daßdiese lebendigen Festungen ihr ganzes Gewicht gegen ihn wendeten, um ihn gegenden Nil zu drängen, und den ganzen Krieg dadurch zu beendigen, daß er gegenSyrien geworfen werden sollte. Mit raschem Blicke umfaßte er, was zu thunsey. An der Spitze seiner Mameluken warf er sich Desair entgegen, fest ent-schlossen , um jeden Preis einer so entscheidenden Bewegung Einhalt zu thun.

Sein rascher Entschluß stellte den Erfolg der französischen Armee einen Augen-blick blos. In Desair's Gliedern, durch das schwierige Terrain getrennt, bilde-ten sich hie und da Oeffnungcn. Allein die Spitze der Mameluken kam nicht inhinreichender Stärke heran. Man wies sie zurück, und gewann die nöthigeZeit, das Viereck zu schließen, worauf die Masse der Mameluken an der Festig-