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Aouri, Gaza, Jaffa und Kaifa ziehen. Diese Städte sind von geringer Wich-tigkeit, die Vortruppen des Pascha's waren nicht im Stande, sie hinreichend zubefestigen, um die Franzosen aufzuhalten. Es galt daher, Acre zu belagern,nachdem diese Belagerung durch einige Handstreiche eingeleitet war. Die Schwie-rigkeit des Weges gestattete nicht, das Material zu Lande dahin zu transporti-ren. Daher ward dasselbe durch eine Flottille direkt vor Acre geschafft, wäh-rend die Truppen entlang der Meeresküste vorrückten.
Nach dem Falle von Acre gieng Bonaparte's Absicht dahin, die christlichenVolksstämme, welche durch Schrecken niedergehalten wurden, die ihnen Dsezzareinflößte, zum Aufbruche zu bringen, an ihrer Spitze den Libanon zu übersteigenund sich Damaskus, des Sitzes der türkischen Herrschaft in Syrien, zu bemächti-gen. Der neueste Feldzug der egyptischeu Armee hat diesen Plan gerechtfertigt,und man weiß setzt, daß die Einnahme von Acre die Franzosen unter die Mauernvon Constantinopel gebracht haben würde.
El-Arish, Kan-Aoun, Gaza wurden ohne großen Widerstand genommen;aber Jaffa sperrte seine Thore; es ward berennt, mit Sturm genommen undder Plünderung überlassen. Neun Tage darauf vertrieb die Vorhut eine Abthei-lung aus Kaifa, und das Corps begann sich um Acre zu entwickeln, woselbstdas Schicksal Asiens entschieden werden sollte.
Während man die Berennung anordnete, ward der Belagerungspark, welcherzur See der allgemeinen Bewegung folgte, durch das eugliche Geschwader desCommodore Sir Sidncy Smith genommen, und Bonaparte mußte Zeuge seyn,wie sein Geschütz die Ausdauerung des Platzes vermehrte. Trotz dieses Unfallsbeeilte er sich, die Transcheen zu eröffnen, indem er diese Operation durch Trup-penabtheilungen deckte, welche er bei Safed und Nazareth zur Besetzung der Pässedes Libanon und der Straßen nach Damaskus aufstellte.
Acre liegt auf einem Vorgebirge, das mittelst einer engen Landzunge mit demContinente zusammenhängt. Der kurze Zwischenraum war durch Arbeiter gedeckt,welche durch die gewöhnlichen Belagerungsmittel mit leichter Mühe zu überwindenwaren. Am 5ten Tage nach Eröffnung der Laufgräben hatte das Feldgeschütz,dessen man sich in Ermanglung des Belagerungsparkes bediente, in wenigenStunden in einen viereckigen Thurm Bresche geschosicn, der den Wall beherrschte,und Bonaparte ertheilte voll Hoffnung das Zeichen zum Sturme. Die Infanterietrat unter die Waffen, und 15 Sapeure schlichen sich zur Recognoszirung derBresche aus den Transcheen. Kaum hatten sie einige Schritte zurückgelegt, alsein breiter ausgemauerter Graben sie aufhielt. Der Angriff ward eingestellt; manmußte die Contrescarpe durch Minen sprengen und dann mitten durch die Trüm-mer bis an die Bresche vorrücken.
Trotz des Feuers aus dem Platze ward eine Mine angelegt, und in 3 Tagenvollendet. Die Erplosion warf einen Theil der äußern Mauer ein, allein einStück von 8 Fuß Höhe blieb stehen. Gleichwohl stürzten sich 30 Mann in denGraben, hinterlegten denselben, legten Leitern am Fuße des Thurmes an und er-stiegen dieselben, während 2 Bataillone zu ihrer Unterstützung heranrückten. Hier