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[Band 1.]
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reignete sich einer jener Zufalle, die oft über den Erfolg entscheiden. Beim An-blicke der Leitern hielt man in der Stadt Alles für verloren; die Türken flüchte-ten sich nach der Hafenseite, Djezzar selbst schiffte sich mitten im Getümmel ein.Allein in diesem wichtigen Momente verloren die Angreifer den Offizier, welchersie commandirte; von Schrecken erfaßt, kehrten sie um, und rißen die Infan-terie, welche eben in die Contrescarpe hinabstieg, mit sich fort. Es handelte sichnur um einen Augenblick, und die im Graben engagirte Colonne hätte ihr Vor-rücken fortgesetzt; man hätte den Schrecken der Feinde bemerkt und eine Gelegen-heit festgehalten, die sich nicht wieder fand: der Tod eines einzigen Offiziers warhinreichend, Acre zu retten und dem Glückssterne Bonaparte's eine andere Rich-tung zu geben.

Unterdessen wurden zahlreiche Zusammenrottungen zu Nablus und am Seevon Tabarieh signalisirt. Junot, der an der Spitze von 500 Mann zu einerRecognoszirung über Nazareth hinaus gesendet ward, stieß auf ein Corps von3000 Türken; er hielt den Stoß tapfer aus und blieb Herr des Schlachtfeldes;Kleber eilte mit 2000 Bajonetten zu seiner Unterstützung heran; ihre vereintenStreitkräfte bestanden gegen 7—8000 Feinde ein zweites Treffen, in welchemder Sieg bald entschieden war. Allein die wachsende Zahl der Feinde deuteteauf eine ernsthafte Unternehmung. Es war Abdallah, Pascha von Damaskus, dersich entlang dem Jourdan an der Spitze von 35 — 40,000 Mann näherte. Aufdiese Kunde setzte sich Bonaparte mit der Division Bon gegen Nazareth in Marsch.Hier erfuhr er, daß es die Absicht der Türken war, sich bei Nablus auf denBergen Palästina's zu conzentriren und sofort auf die Rückzugslinie der Franzosengegen die Küste zu debouchiren. Da sie auf diesem Marsche ihm die Flankeboten, traf er Anstalten, sie zu durchbrechen, ehe sie noch ihren Sammlungspunkterreichten.

Während sie sorglos dem Jordan entlang rückten, sendete er Murat nach Safedin ihren Rücken, mit dem Befehl, sich der Jakobsbrücke zu bemächtigen. Er selbstbrach von Nazareth auf, und nahm Stellung auf dem Berge Tabor. Don hiergewahrte er Kleber im Kampfe mit der ganzen türkischen Armee.

Dieser tapfere General hatte Abdallah in seinem Lager zu überfallen gesucht;allein der Pascha, zur rechter Zeit hievon benachrichtigt, griff zu den Waffenund begann den Angriff. Seit 6 Stunden leisteten 2 — 3000 Franzosen, wie ge-wöhnlich in Vierecke formirt, gegen zahllose Schaaren von Reitern Widerstand,und vertheidigten sich hinter einem Walle von Leichen. Bei diesem Anblicke theilteBonaparte seine Division in 3 Vierecke, die er dergestalt dirigirte, um den Feindin einem weiten Dreiecke einzuschließen. Klebers Truppen jubelten laut, als siediese Dispositionen gewahrten. Bald eröffneten die 3 Vierecke ihr furchtbaresFeuer, und richteten große Verwüstung in den feindlichen Gliedern an. In einemAugenblicke lösten sich diese auf und ließen das Schlachtfeld, das Lager, dasGepäcke und unermeßliche Beute im Stiche. Der größte Theil entfloh auf derStraße nach Damaskus und ward bei der Jakobsbrücke von Murat vernichtet; derRest entkam über den Jordan unterhalb dem See und entwich in die LMe.

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