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Dieser vollständige und entscheidende Sieg setzte Abdallah auf längere Zeitaußer Gefecht. Kleber weilte im Thale des Jordans, um ihn zu beobachtenund Bonaparte kehrte zu der belagerten Stadt zurück. Während seiner Abwesen-heit war der Minenkrieg fortgesetzt worden, um die Contrescarpe und den Thurmauf dem Walle zu sprengen. Man hatte Djezzars Ausfälle zurückgewiesen, dieZinnen zerstört und die Batterien demontirt. Diese verschiedenen Umstände gehengewöhnlich dem Falle eines Platzes voraus. Aber in Acre befand sich ein fran-zösischer ausgewanderter Ingenieur-Offizier. Philippeaur, ein ehemaliger Lchr-genosse Bonaparte's, wetteiferte auf würdige Weise mit ihm während der Belage-rung, wobei er das Leben verlor. Von beiden Seiten ward der unterirdischeKrieg lebhaft fortgesetzt, und endigte sich mit dem Falle des berühmten Thurmes.Das Glück schien sich gegen die Türken zu erklären, obgleich die Arbeiten nochnicht vollendet waren, als die Ankunft einer Flotte signalisirt ward. Sie brachte42,000 Mann Hülfstruppen, welche der Pascha von Rhodus sendete. Da siewenigstens 6 Stunden Zeit brauchten, um zu landen, so beschloß Bonaparte denAngriff zu beschleunigen. Man verbaute sich auf dem Walle; man stieg in denPlatz hinab; 200 Mann brachen der Division Lannes Bahn, die denselben folgte;in der Stadt kommt es zum hitzigen Kampfe; allein die Franzosen waren erschöpft,und frisch anlangende Truppen vom Hafen neigten die Schaale auf Seiten derTürken. Lannes ward zurückgeschlagen und seine Vorhut abgeschnitten und ge-fangen.
Man behauptete sich gleichwohl auf der Bresche; nach zweitägiger Ruhe ver-suchte Bonaparte abermals über den Wall zu dringen, aber von fetzt an hatteer alle Glückssalle gegen sich. Die bekannte Hartnäckigkeit die Türken bei Ver-theidigung von Verschanzungen verdoppelte ihren Erfolg. Sie hatten beträcht-liche Verstärkungen erhalten, während die Belagerungsarmee mit fcdem Tagezusammenschmolz. Zum größten Unglück brach die Pest im französischen Lageraus. Unter solchen widrigen Umständen befahl Bonaparte die Aufhebung der Be-lagerung. Mit sehnsuchtsvollem Blicke auf Asien, dessen Geschick er zu ändernbeschlossen hatte, brach er auf. Aber die zu Rhodus vereinigte Flotte verkündigteeine bevorstehende Landung, die Rückkehr nach Egypten war daher dringend noth-wendig. Wenn auch die Expedition nach Syrien das unermeßliche Resultat,welches Bonaparte beabsichtigte, nicht gewährte, so hatte er doch den Stolz derPascha's von Acre und Damaskus gcdemüthigt, die ferner nicht mehr daran dach-ten, ihn zu beunruhigen. Sein Rückzug ward ohne Hinderniß bewerkstelligt, undein Monat nach seinem Abmärsche von Acre hielt er seinen Einzug in Cairo.
Diese große Stadt war während seiner langen Abwesenheit ruhig geblieben.Eine thätige Polizei und die Bemühung, die bewegliche Einbildungskraft der Be-wohner fortwährend zu beschäftigen, hielten sie im Respekte. Bald steckte mandie bei El-Arish und Gaza gewonnenen Fahnen mit großer Feierlichkeit auf denMinarets der Moscheen auf, bald machte man die Bulletins der Erpeditions-Armee in orientalischem Style bekannt. So ward zum Beispiel die Eroberungvon Jaffa in folgenden Ausdrücken verkündigt: