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[Band 1.]
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locken, beschloß Souwarow, den Angriff zu bruskiren. Er warf daher eine Divi-sion von 7000 Mann nach Bassignana, welche sich nach Valenza wendete unddie Vertheidigungslinie der Franzosen zu durchbrechen suchte. Die Gelegenheit,die Schlappe bei Lecco gut zu machen, war jetzt gegeben. Grenier und Victorwarfen sich auf die Flanke der russischen Colonne, brachen in dieselbe ein, tödtetenihre Führer, und stürzten sie halb vernichtet in den Fluß, ehe sie unterstützt wer-den konnten.

Souwarow gab es jetzt auf, die Front der Franzosen zu durchbrechen undmanövrirte, ihren linken Flügel zu umgehen. Das Hauptquartier ward unterdie Wälle von Turin verlegt und die verbündete Armee stellte sich staffelförmigauf dem rechten Ufer des Po auf. Moreau, genöthigt, einen Entschluß zu fassen,suchte anfänglich, sich die Straße nach Genua zu eröffnen. Aber nach einer star-ken Recognoszirung in der Ebene von Marcngo, erkannte er diesen Ausweg fürzu unsicher und räumte seine Stellung, die nicht länger haltbar war, um sichnach dem Kamm der Gebirge zurückzuziehen. Der linke Flügel durchzog Asti,geleitete das Gepäcke nach dem Col von Fenestrelle und nahm Stellung bei Coni;die Mitte gewann Ceva, das ihr seine Thore schloß; der rechte Flügel rückte überAcqui nach Carcare.

Dieser schöne Rückzug vereitelte Souwarows Plan. Nicht minder geschickteDispositionen folgten demselben. Macdonald traf in Toscana ein und Perignonward aus dem Innern nach Genua gesendet. Moreau wählte diese letztere Stadtals Stützpunkt seiner Bewegungen und conzentrirte daselbst seine Streitkräfte.Die Vorposten besetzten die Bocchetta und Gavi. Nachdem Victor die VorhutOtt's von Pontremoli vertrieben hatte, machte er hier Halt, um der neapolita-nischen Armee die Hand zu reichen. Moreau endlich kehrte nach Coni zurück,wohin er das Hauptquartier verlegte, indem er auf die Offensive Verzicht zuleisten und sich mit der Vertheidigung der Alpen- und Apenninen-Pässe zu beschäf-tigen schien.

Souwarow, der ihn außer Stande glaubte, etwas zu unternehmen, belagerteTurin und Alerandria. Moreau's Absicht gieng dahin, diese Täuschung zu unter-halten und seine Entfernung zu benützen, um in derselben Zeit über Novi zu de-bouchiren, in welcher die vereinten Streitkräfte Macdonalds, Victors und Mont,richards die Nura, Trebbia und den Tidone überschreiten und sich mit ihm aufder Straße nach Piacenza vereinigen sollten, nachdem alles, was sie unterwegsträfen, überwältigt worden wäre.

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