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Seine Vorhut drang, die Russen aufsuchend, in Schoorl ein, als die Franzosen,welche Essen verfolgten, dieses Dorf auf dem Damme von Groet verließen. Erversuchte sie abzuschneiden und seinen rechten Flügel zu sammeln; hiezu war esjedoch zu spät. Während sich seine Colonnen zwischen Schoorl und den Däm-men ausdehnten, wurden sie durchbrochen; er selbst von den siegenden Truppen inSchoorldam angefallen und über Kraperdam zurückgeworfen.
Auf dieser Seite erlitten die Verbündeten eine vollständige Niederlage. Ihrlinker Flügel focht glücklicher; er hatte Daendels von Posten zu Posten bisS. Pankras zurückgeschlagen; allein die Unfälle der andern Colonnen nöthigtenihn nicht ohne Verlust gleichfalls zum Rückzüge.
Abercrombie, der nur im Falle des Gelingens mitwirken konnte, ward para-lysirt durch den ungünstigen Ausgang des Tages. Seine 7000 Mann, welcheauf dem Schlachtfelde als Reserve von großem Gewichte gewesen wären, beeiltensich, da sie selbst sich setzt blosgestcllt sahen, noch in der Nacht sich dem Haupt-corps anzuschließen.
Dieser Sieg belebte die Hoffnungen der Republikaner auf's Neue; auch warderselbe reich an Resultaten. Die Jnvasions-Armee ward dadurch in Blocade-Zustand versetzt. Während sie sich von der letzter» Niederlage zu erholen suchte,überschwemmte Brune die großen Polders, den Heer Huizen Waard und machteden Raum zwischen Alkmaar und der Zuyderzee unangreifbar. Der Schauplatzder activen Operationen war daher auf die Landzunge beschränkt, welche vomMeere umflosscn und von einem Labyrinthe von Dünen durchzogen ist. Von jetztan waren alle unvorgesehenen Combinationen, welche große Erfolge nach sichziehen, unmöglich. Alle Versuche des feindlichen Generals mußten sich darauf be-schränken, den linken französisch -batavischen Flügel zurückzudrängen; allein wennman auch einige Schritte gewann, so ward doch das Schlachtfeld um nichts er-weitert. Brune war stets bemüht, seine Flanken zu decken und wäre er auchmehr als einmal geschlagen worden, so nahte der Zeitpunkt unvermeidlich heran,in welchem die ihm von allen Seiten zugehenden Verstärkungen ihm die Ueberzahlund somit die Offensive verschaffen mußten.
Inzwischen war auf Seiten der Verbündeten die letzte russische Division(4 — 5000 Mann) angelangt, worauf der Herzog von Aork nach einigem Zögerneinen neuen Angriff anordnete. Die Beschaffenheit des Bodens und die Erfah-rung der Schlacht bei Bergen diente zur Richtschnur des Planes. Alkmaar, indem Winkel gelegen, den die östlich sich ausdehnenden Ueberschwemmungen unddie nach Süden fließenden Gewässer bilden, war das Centrum der Operationender Republikaner. Die Zugänge dahin waren gedeckt durch den Canal, der inden Zijper-Deich führt; dann rechts von diesem Canal durch zahlreiche Einschnitte,und links von demselben durch die waldigen Höhen von Bergen, welche damalsmit einer Linie von Schanzen versehen waren. Um daher Brune zur Räumungvon Alkmaar zu nöthigen, mußte man gegen seine Front über unzählige Hinder-nisse manöveriren, oder seinen linken Flügel umgehen und ihm Bergen entreißen.Dieses letzte Mittel war das einzig ausführbare; es ward angenommen. York