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[Band 1.]
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auf dem linken Donauufer der allgemeinen Bewegung folgte. St. Suzanneleistete kräftigen Widerstand; als er jedoch bemerkte, daß die Kaiserlichen mitBenützung seiner weit ausgedehnten Stellung ihren Hauptangriff gegen seinenrechten Flügel zwischen Erbach und der Donau richteten, in der Absicht, ihngegen die rauhe Alp zurückzudrängen, so gab er den Stützpunkt der Donau aufund nahm eine conzcntrirtere Stellung bei Papelau, wo er bis znr baldigenUnterstützung ausharrte. St. Cyr hatte auch nicht so bald das Geschützfeuervernommen, als er eiligst über die Jller zurückgieng, sich an das rechte Donau-ufer begab, von Gögglingen aus eine lebhafte Kanonade gegen die Kaiserlichenbegann und diese hiedurch zur Rückkehr nach Ulm veranlaßte.

In Folge dieses Treffens stellte Moreau seinen Marsch ein und versuchte,wiewohl vergebens, ein anderes Mittel, seine Gegner einzuschüchtern. Er schobSt. Suzanne an der Blau bis an das Glacis von Ulm vor, ließ ihn durchSt. Cyr unterstützen, stellte die Reserve an beiden Ufern der Jller auf und riefLecourbe herbei.

Kray konnte sich zu sehr auf die Verschanzungen Ulms aus dieser Seite ver-laffen, um einen Angriff zu befürchten; er zeigte dieß, indem er mehrere Aus-fälle zur Säuberung der Thäler der Güntz und Mindel unternehmen ließ. Moreau,überzeugt von der Unausführbarkeit eines Frontalangriffes, beschloß endlich, ge-radezu in Baiern einzufallen. Er zog St. Suzanne und St. Cyr auf das rechteDonauufer, ließ ersteren zwischen dem Einflüsse der Riß und Gögglingen be-obachtend stehen und setzte den Rest des Heeres von der Jller an den Lcch inMarsch.

Die beiderseitigen Obergcnerale bekämpften sich mit gleichen Waffen. Siewetteiferten mit einander an Kriegslist und Demonstrationen. Kaum hatte diefranzösische Armee das linke Donauufer verlassen, als kaiserliche Truppen-abtheilungen ganz Schwaben durchzogen, die Besatzung von Donaueschingenüberwältigten, die Trümmer derselben bis Schaffhausen verfolgten und das Fortvon Kehl insultirten. Zu gleicher Zeit wurden zwei starke Rekognoszirungengegen Moreau's äußersten Flügel vorpoussirt. Die eine gieng über die Brückebei Güntzburg und bestand ein leichtes Gefecht mit Lecourbe's Flanke, die andereüberschritt den Fluß bei Donaurieden und schob sich zwischen St. Suzanne'szwei Divisionen hinein, ward aber bald wieder über die Donau zurückgeworfen.

Alle diese Demonstrationen änderten nichts an Moreau's Dispositionen. Le-courbe drang lebhaft vor, nahm Landsberg und bald darauf Augsburg mitWaffengewalt. Allein auch Kray schien Moreau's Operationen mit Gleichgültig-keit zu betrachten. Der französische Obergeneral, erstaunt über seine Unbcweglichkekt,beschloß nach einigen Tagen des Abwartens, seine Communikation direkt zu bedrohen;er berief Lecourbe zurück, in der Absicht, ihn auf das rechte Donauufer zu werfen.

In derselben Zeit operirten die Kaiserlichen auf der französischen Rückzugs-linie. Erzherzog Ferdinand überschritt die Donau mit 25,000 Mann und suchte,sich an die Riß und Rottum lehnend, den äußersten linken Flügel der Republi-kaner zu überragen. St. Suzanne, zum Commando eines Corps, das bei Mainz