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[Band 1.]
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Hier in den Lagern von Boulogne, Staples, Ambleteuse und Ostende bildetesich jene große Armee, deren Truppen in Italien, in Deutschland, in der Vendeegefochten hatten; hier wurden sie auf's Neue eingetheilt und unter den Ober-generalen Lannes, Soult, Ney und Davoust in 4 Armee-Corps vereinigt. DieGleichförmigkeit der Manöver, das Vergessen der alten Eifersucht, der Austauschvon tausend glorreichen Erzählungen und der Einfluß der gemeinsamen Bewun-derung des großen Feldherrn, der die größere Zahl der Truppen noch nicht ge-sehen hatte, waren die Früchte dieser geschickten Verschmelzung.

Das britische Cabinct, aufgeschreckt durch die Rüstungen einer Landung, trafVertheidkgnngsanstalten mit einer Thätigkeit, welche hinreichte, die Möglich-keit einer solchen Unternehmung zu beweisen. Es erließ einen letzten Aufruf andie Monarchen Europa's, während es im Innern die politischen Leidenschaftenaufzuregen strebte, welche die neue Regierung beschwichtigt zu haben schien.

Frankreich blieb nicht gleichgültig; mehrere Mordversuche hatten das Leben desersten Consuls bedroht. Es fühlte, daß sein Tod neue Erschütterungen zur Folgehaben würde; daher verlangte es sichere Bürgschaften für die Zukunft. Boua-parte benützte diese von dem Volke und der Armee getheilte Stimmung und legtesich unter dem Namen Napoleon den Kaisertitel bei.

Diese letzte Umformung der revolutionären Gewalt war eine unvermeidlicheFolge der vorangegangenen Crisen. Sie bildete den Uebergang von der ordnungs-losen Diktatur der Ausschüsse, der auf Sendung begriffenen Volksrepräsentanten,der Clubbs, der Straftribunale, zu einer Diktatur, welche Sicherheit im Innernund Siege nach Außen versprach.

Holland und Italien wurden zu Königreichen erhoben und die ObergeneraleBerthier, Murat, Monccy, Jourdan, Massen«, Augereau, Bernadotte, Soult,Brune, Lannes, Mortier, Ney, Davoust, Kellermann, Lefevre, Perignon undSerrurier erhielten den Titel von Reichsmarschällen.

Oesterreich und Rußland erhoben sich auf Englands Stimme; Preußen undDeutschlands Fürsten leisteten dessen dringenden Aufforderungen nur schwachenWiderstand und verschoben ihren Entschluß auf den Ausgang der ersten Ereignisse.

Das Wiener Cabinet stellte 230,000 Mann auf; Erzherzog Carl übernahmden Oberbefehl in Italien. Er sendete 20,000 Mann unter seinem Bruder Jo-hann nach Tirol und marschirte mit 60,000 Mann an die Etsch. Die deutscheArmee ward demselben General Mack anvertraut, der trotz seiner Unfälle inNeapel immer noch in gutem Credit stand. Nachdem er Jellachich mit 10,000Mann nach Vorarlberg geworfen hatte, stellte er 140,000 Mann am untern Jnnauf und forderte den Churfürsten von Barern auf, der Coalition beizutrcten.Maximilian wies das Ansinnen ab, zog sich nach Würzburg zurück und versam-melte seine Armee an der Regnitz zwischen Nürnberg und Bamberg.

Die Kaiserlichen überschwemmten Baiern, besetzten München und ließen Kien-mayer mit 40,000 Mann in dem Chursürstenthume zurück, der seinen rechten Flü-gel bis Amberg zur Beobachtung der baier'schen Truppen verlängerte. Sofortsetzten sie ihren Marsch fort, besetzten Augsburg, Donauwerth, Ulm, und bezogen

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