332
Plan derSchlacht beiAuerllädt
Nr. 2.
Gauthier besetzte Hassenhausen mit einem Regimente (/»), während die DivisionSchmettau diesem Dorfe gegenüber ausmarschirte
Sobald Davoust seine rechte Flanke durch die preußische Reiterei bedroht sah,zog er eine Brigade der Division Gudin vor und entwickelte seine Linie rechtsund links von dem Dorfe Hassenhausen (rr); eine französische Batterie von10 Geschützen deckte den rechten Flügel, und die französischen Tiraillcurs, welchedieses Dorf besetzt hatten, fügten durch ihr wohlgezieltes Feuer der DivisionSchmettau großen Schaden zu. Als Blücher fetzt einen zweiten Angriff auf dieDivision Gudin ausführte (H), formirte diese Vierecke und wieß die wieder-holten Anfälle desselben zurück; die geworfenen preußischen Schwadronen wichenbis Eckardtsberge (_M M') und wurden von einigen französischen Schwadronen(O verfolgt.
Unterdessen hatten die Divisionen Wartensleben und Oranien wiederholtenBefehl erhalten, ihren Marsch zu beschleunigen, der durch die Ueberschreitungdes morastigen Emsbaches beträchtlich verzögert ward. Wartenslebcn debou-chirte über Gernstädt und marschirte (I\TiV) rechts von der Straße und der Di-vision Schmettau ( KK ) auf. Seine Reiterei zog durch das Tbal zwischenHassenhausen und Rehhausen herauf und fiel den linken Flügel der Division Ga-<>^^-/'din an, welcher sich nur mit Mühe behauptete. Um 8 Uhr traf die DivisionFriant auf Gudins rechtem Flügel ein; sie drang in geschlossenen Colonnen gegenSpillberg (mm) vor und bemächtigte sich dieses Dorfes, nachdem sie einigeTruppenabtheilungen der Division Oranien vertrieben hatte.
Auf dem linken Flügel der Franzosen hatte das 85tc Regiment der DivisionGudin den Angriff der Division Wartcnsleben auszuhalten, die nebst der DivisionSchmettau mit klingendem Spiele vorrückten (OO), Das 85te Regiment ward,obgleich von 2 weiter« Regimentern der Division Gudin unterstützt, gegen Has-senhausen zurückgedrängt; allein hier vertheidigten sich die Franzosen auf dasHartnäckigste und fügten der Division Wartenslebcn und Schmettau durch ihrwohlgezieltes Tirailleurfeuer beträchtlichen Schaden zu. Der Herzog von Braun-schweig ertheilte jetzt diesen beiden Divisionen Befehl, Hassenbausen mit demBafonet zu nehmen, allein die Preußen hielten sich mit Herstellung der verlorengegangenen Richtung zu lange auf; auch wurden in diesem entscheidenden Augen-blicke der Herzog von Braunschweig und Schmettau schwer verwundet und demGeneral Wartensleben das Pferd getödtet, während französischer Seits um 9 Uhrdie Division Morand auf Gudins linkem Flügel anlangte On}. Noch ehediese Division zum Aufmarsche kommen konnte, warf sich Prinz Wilhelm vonPreußen an der Spitze der Schwadronen von Wartensleben und der Reserve(PP) auf dieselbe, ward jedoch durch die unerschrockene Haltung dieser in Vier-ecke sormirten Infanterie, nach mehreren vergeblichen Angriffen, mit großem Ver-lust zurückgewiesen. Die preußische Reiterei wich in größter Unordnung theilsüber Neu-Sulza entlang der Jlm, theils über die Emscnmühle und Auerstädtzurück.