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So bestand zu Anfangs Septembers das 2te Armeekorps noch aus 19,495Mann und das 6Le aus 9535 Mann. Am 15ten Oktober aber zählte das 2teCorps noch 15,572 Mann, worunter 2500 Reiter. Gerne würde St. Cyr, sei-ner eigenen Einsicht folgend und zur Erleichterung der Verpflegung das rechteUfer der Düna ganz geräumt und sich auf dem linken Ufer zu dessen Verthei-digung aufgestellt haben, allein er fürchtete die Vorwürfe des Kaisers, der, dieKräfte seines Gegners wie gewöhnlich zu gering schätzend, noch gegen Ende Scp,tembers von ihm in Vereinigung mit Macdonald einen Angriff auf Wittgcnstcinverlangte und nicht angestanden haben würde, alles Unglück, das ihn später traf,dem Marschall aufzubürden, der seinem Willen zuwider und ohne dazu gezwungenzu seyn, das rechte Ufer geräumt hätte.
Wittgenstein, verstärkt, wie eben bemerkt wurde, eröffnete die Feindseligkei-ten, indem er am 14. Oktober die Vorposten des 2ten französischen Armeecorpsangriff und zurückdrängte. Tages darauf wurde durch die über die Düna ge-gangenen Abtheilungen der baicr'sche General Ströhl, in und bei Disna lebhaftangegriffen und gezwungen, diesen Punkt zu verlassen. Ströhl stellte sich in derNacht vom 1S / 16 . Oktober hinter den Usacz wieder auf. Marschall St. Cyr, deram 16. Oktober auch die rechts gegen Gorodeck vorgeschobene Abtheilung des Ge-nerals Maison so lebhaft angegriffen sah, daß sich dieselbe bis Gorowaja zurück-ziehen mußte, urtheilte, und wohl mit vollem Rechte, seine Gegner werden oberund unterhalb seiner Aufstellung die Düna überschreiten, dann die Brücke in seinemRücken angreifen und ihm so den Rückzug abschneiden. Um sich gegen diese Um-gehungen zu sichern, entschloß sich der Marschall, seine ganze Reiterei am linkenDünaufer, den General Doumerc aufwärts bis Beszencouycze, General Corbineauabwärts bis jenseits Drissa zu entsenden. Am 17. Oktober gieng diese Entsen-dung vor sich. Zu dieser Zeit war St. Cyr's Aufstellung folgende: Die Baiern,zu sehr geschwächt, um im freien Felde gebraucht zu werden, hatten den Brü-ckenkopf von Strudnia und die auf dem rechten Ufer der Palota aufgeworfenenRedouten besetzt. Die Division Maison, früher Valentin und Lcgrand, standenim Bogen auf dem linken Palotaufcr, die Division Merke links an Polotzk aufdem rechten Ufer. Von der Reiterei waren nur 8 Schwadronen in der Stellungzurückgeblieben. Die Lage des Marschalls St. Cyr, der Ucbermacht Wittgensteinsgegenüber, war schwierig. Seiner Stellung hinter der Palota, die Redouten aufdem jenseitigen rechten Thalcude vor sich links an Polotzk gestützt, mangelte dieStärke nicht. Aber sein rechter Flügel und sein Rücken waren blos gegeben, so-bald die Gegner, in der Front lebhaft beschäftiget, die Palota oberhalb dieserStellung überschritten und zwischen dem linken und dem rechten Dünaufer aufihn eindrang. Wittgenstein that dies allerdings, aber er that es ohne seinen Feindvorher in der Front anzugreifen. Während daher am 18. Oktober morgens frühFürst Jachevill Wittgensteins rechten Flügel durch die Wälder des rechten Palota-ufers ungesehen vorschob, General Berg gegen die Mitte vordrang, erschien Witt-genstein, seinen linken Flügel selbst anführend, bei Jurowiezi über der Palota