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[Band 2.]
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werden, der eine Division (Baraguey d'Hilliers) etwas entfernt in Jclnia stehen,hatte. Aber Victor war von Saint Cyr, der von Wittgenstein aufs heftigste be-drängt wurde, zu Hülfe gerufen worden — so wurde hier die Verbindung nichthergestellt, Baraguey d'Hilliers aber auf seiner Station, im Begriff aufzubrechen,ward von Kutusow, der von Suleiki an die große Armee seitwärts verfolgte,überrascht und in voller Unordnung zurückgeworfen. Denselben Tag fand sichEugen, der auf furchtbaren Wegen fortmarschirt war, vom Lauf der Wop aufge-halten, die, ein Bach, als man sie vor drei Monaten überschritt, jetzt zum rau-schenden Strom angeschwollen war. Umsonst war alles Bemühen, eine Brückezu schlagen. Unterdessen kamen die Kosaken herbei, die drohende Gefahr zwangdie Franzosen, um allen Preis das jenseitige Ufer zu gewinnen und sie wagtenes auf den Eisschollen den Strom zu übersetzen, preisgebend alle Lebensmittel,Kanonen, Verwundete, Kranke und Nachzügler.

Zu Dukhowszina erfuhr der Vicekönig, daß Witebsk seit zwei Tagen vonWittgenstein eingenommen sey. Also wandte er sich wieder von Kosakenhaufenfortan umschwärmt, die in ihren wiederholten Angriffen ihm nicht unfühlbare Verlustebeibrachten auf Napoleon zurück, der in Smolcnsk sein Hauptquartier aufgeschlagen.

Dies alles Schlag auf Schlag hatte auf das große Heer eine zernichtendeWirkung. Zwar schien nicht Alles verloren, noch standen 40,000 Mann unterden Waffen, und einige Tage Rast hatten hingereicht, eine große Zahl aufge-löster Banden wieder in Colonnen zu sormiren. Von Kutusow und Wittgen-stein umflügelt sah man ein, daß Smoleusk nicht mehr zu halten sey.

Also begann am 14ten die Räumung von Smoleusk. Welch' trauriger Auszugeiner Armee die es vor Kurzem in so glänzender und imponirender Haltung be-treten! Der Kaiser, die Taktik seines Gegners voraus ahnend, theilte nun dasHeer in 4 Corps, die sich tagweise folgen sollten. Zuerst kam die Garde 16,000Mann stark, die Krasnoi von einer russischen Division besetzt fanden. Die Rus-sen wichen und begnügten sich, die Garde, die mit wallender Fahne, die Musikan der Spitze, im Sturmschritt einherzog, mit ihren Kanonen von ferne zu be-schießen. Der Kaiser schlug sein Hauptquartier in Krasnoi auf.

Den folgenden Morgen erschien Eugen (7 — 8000 Mann), der schon dieStraßen geschloffen fand. Miloradowitsch postirte sich ihm mit 20,000 Manngegenüber, und stellte an ihn das Ansinnen, die Waffen zu strecken. Doch Eugen,entrüstet über solche Beleidigung, griff an; man schlug sich mit Erbitterung biszur Nacht, da gelang es dem französischen Corps, den Feind rechts zu umgehenund hierauf mit der Garde in Krasnoi sich zu vereinigen.

Am dritten Tag kam die Reihe an Davoust (10,000 Mann). Kutusow, imAerger über den erfolglosen Kampf des gestrigen Tages, hatte jetzt sein ganzesHeer in Schlachtordnung aufgestellt, entschloffcn, wenigst das nun kommendeArmeecorps aufzureiben. Aber beim ersten Kanonendonner rückte der Kaiser mitdem Vicekönig aus Krasnoi, griff Kutusow im Rücken an, und der Angriff warso lebhaft, daß die Rüsten überrascht seitwärts schwenkten und Marschall Davoustunangefochten seinen Weg fortsetzte. Jetzt war noch Ney zurück mit 8000 Mann.