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[Band 2.]
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um sich persönlich von der Ursache der Zögerunz zu überzeugen, und ob keinMittel, das Uebel wieder zu repariren.

Die Schlacht von Eraonne nahm sofort folgenden Verlauf:

Als die Ostentation der Colonne bei Heurtcbise erfolgte, fand sich Woronzowveranlaßt, vom linken Flügel ab seine Aufmerksamkeit der Front zuzuwenden undAnordnung zu treffen, dem feindlichen Beginnen dort zu begegnen.

Darüber gelang es Ney, seine zwei Divisionen der jungen Garde, die ge-wichen, hinter der Bergwand wieder zur Besinnung zu bringen, und er unter-nahm mit Boyer de Rebeval im Einverständniß, indem dieser seine Truppenavanziren ließ, einen nochmaligen Angriff auf die Flanke der Russen. Aber wozuBataillone von starker Konstitution vonnöthen — mit Soldaten, die kaum 20 Dienst-tage zählten, konnte wenig oder gar nichts erwirkt werden; auch war die Artil-lerie, welche diese Bewegung unterstützen sollte, so unbchülflich bemannt, Train-soldaten und Kanoniere solche Neulinge dabei, daß die Stücke demontirt wurden,ehe sie noch in Batterie gestellt wurden. Das Feuer der Russen — alte, dienst-geübte Krieger, hatte für die Rekruten eine betäubende Wirkung.

Indem aber die Divisionen bei Ailles in einer Weise gelichtet wurden, daßsie mehr einer Plänklerlinie glichen, fand sich Boyer de Rebeval vom Karrätschcn-hagel der Feinde dermaßen empfangen, daß er, in die alte Stellung zurückkeh-rend, keinen Schritt mehr voran zu machen wagte, aus Angst, seine Bataillonevollends aus einander stäuben zu sehen. Die wunderliche Haltung derselben warzumal für die Russen so anziehend, daß sich General Swarikin die Erlaubnißerbat, mit seinen Jägern einen Versuch auf sie machen zu dürfen. Zum Glückhatte Boyer die Reserve aus dem Wald herbeigerufen, und den AnstrengungenLrcapitaine's und den Bemühungen des Grafen Drouot, welch' letzterer selbstvom Pferde stieg, um den Kanonieren zu zeigen, wie das Geschütz zu laben undzu richten, gelang es, den Chok zurückzuweisen.

Nansouti mit den Divisionen Ercelmans und Pacz erstieg das Plateau überVassogne (lili), um dort die äußerste Rechte des Feindes zu beschäftigen. Da ihmdie Artillerie der Tcrrainschwierigkeitcn halber nicht zu folgen vcrinochte, so konnteden russischen Batterien (KK.), die sogleich ihr Feuer eröffneten, kein Geschützentgegengestellt werden, und die französischen Colonnen litten sehr namhafte Ver-luste. Angegriffen von den Kosaken vermochte sich Nansouti kaum auf der Höhezu halten; jedenfalls erreichte seine Operation den Zweck nicht, Woronzows Auf-merksamkeit von dem wahren Angriffspunkt abzulenken.

Napoleon im höchsten Grade ungeduldig, daß sein Hauptangriff so gar keineFortschritte mache, hatte bereits dem General Grouchi Befehl ertheilt, mit aller Ca-valerie, die zur Verfügung stünde, dem Marschall Ney zu Hülfe zu eilen. Auchwar dieser mit der Division Rouffel aufgebrochen und über St. Martin vorgedrun-gen, bekam aber bei der ersten Charge auf den Feind einen Schuß in den Leib,worauf die Eskadronen, des Anführers beraubt, rathlos dem feindlichen Feuerpreisgegeben blieben.

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