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umgebenen Kirchhofe (h) alle Angriffe zurückweisen. Unterdessen ist die fünfte preußi-sche Brigade dinier Wagnsile aufmarschirt (ii) und dringt mittelst einer Linksschwen-kung durch dieses Dorf zuch Angriffe der feindlichen Flanke vor. General Jürgas hatmit seiner Reiterei (bei A-)j> Stellung genommen, um jedes Vorgehen aus dem Dorfzu vereiteln. Französischer Stzits hat Napoleon eine Division der jungen Garde ( ll)zur Unterstützung des linken Flügels abgeschickt, während die leichte ReiterbrigadeColbert zu der Reiterei dieses Flügels stößt, mit dem Befehle, die Verbindung mitNey zu unterhalten.
5) Noch immer dauert der Kampf um St. Amand la Haye fort; die zweiteBrigade bemächtigt sich zwar desselben, muß aber nach dem hartnäckigsten Wider-stände den Anstrengungen der Franzosen weichen und zieht sich ( Carton ) hinter Bry(mm) zurück.
Eben so heftig ist der Kampf um Wagnele, wo die fünfte preußische Brigade,deren rechten Flügel ein Theil der Reiterei deckt (n, o) mehreremal zurückgewiesenwird, obgleich ihr die siebente Brigade unter dem General Brause zu Hülfe kommt.
6) Etwa um diese Zeit treten die französischen Garden ihren Marsch nachLigny an; da sie dem heftigen preußischen Geschützseuer etwas ausweichen, wird vonjener Seite ihr Marsch für eine Eimeitung zum Rückzüge gehalten, worauf derFeldmarschall Fürst Blücher Befehl ertheilt, alle noch verfügbaren Bataillone der8. Brigade zum neuen Angriffe von La Haye und Wagnöle zu verwenden.
7) Oberst Marwitz (p'), der nach der rechten Seite Patrouillen sendet, um dieVerbindung mit den Engländern auszusuchen, erfährt durch eingebrachte Gefangene,daß sich das ganze erste Armeecorps unter dem Grafen Erlon in dieser Gegendbefindet. Da sich bald darauf auch französische Reiterei in seinem Rücken zeigt,so nimmt er, durch 2 Schwadronen verstärkt, eine Frontveränderung vor, stelltsich (,-,-) in 2 Linien rechts von der Römerstraße auf, und zieht sich, von 3 fran-zösischen Reiterregimentern und 1 Batterie (Y) leicht verfolgt, gegen die Chausseezurück, wo ( Carton ) 2 Bataillone (T) zu seiner Unterstützung voreilen. NachdemLigny sich unwiderruflich in den Händen der Franzosen befindet (wie sich späterzeigen wird), läßt Feldmarschall Blücher auch St. Amand räumen, welchen RückzugOberst v. Mcarwitz mit seiner Reiterei deckt.
8) Währemd dieses Kampfes auf dem preußischen rechten Flügel ist das Gefechtin der Mitte nicht minder lebhaft. Das Dorf Ligny wird etwas später alsSt. Amand wo» 3 französischen Colonnen angegriffen (u, v, tu). Die Angriffewerden von dem Preußen muthig abgewiesen, bis es den Franzosen endlich gelingt,gedeckt durch Las hohe Getraide, in aufgelöster Ordnung sich der Hecken und Gär-ten zu bemächtigen. In dem Dorfe selbst kommt es zum hartnäckigsten Kampfe, anwelchem die 3. und 6. preußische Brigade Antheil nehmen; eine links von Lignyaufgefahrene preußische Batterie (a-) leistet treffliche Dienste.
Lange Zeit behaupten sich die Preußen in dem auf dem linken Ufer des Ligny-Baches liegenden Theile des Dorfes, während die Franzosen den rechts gelegeneninne haben.
9) Oberst Gourgaud, Adjutant Napoleons, der dem Angriffe auf Ligny ange-wohnt hat, erstattet Abends 5'/, Uhr dem Kaiser Meldung, daß General Gerardbis jezt den Besitz von Ligny zu erkämpfen, noch nicht im Stande gewesen sei,worauf Napoleon der Garde Befehl ertheilt, sich gegen Ligny in Marsch zu setzen.Diese Bewegung wird aber um eine ganze Stunde verzögert, weil Vandamme aufdem linken Flügel das Erlon'sche Corps für ein feindliches hält, und erst nachdemsich dieser Irrthum aufgeklärt hat, läßt Napoleon die Bewegung der Garde fort-setzen. Nach 7 Uhr kommt das VI. französische Armeecorps bei Fleurus an undnimmt rechts bei Fay Stellung (Ai).
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