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einer reitenden Batterie anfzuhalten. Der Rückzug mußte angetreten werden. Mangewann noch so viele Zeit, um sich wieder aufzustellen. Der Feind gieng jedoch seinerSeits zum Angriff über, ohne jedoch einen andern Erfolg, als die Fortsetzung desRückzugs zu erlangen. Um dagegen das Andringen des Feindes zu zügeln, wurdemehrmals selbst im ungünstigsten Terrain attakirt, und der Feind stets zurückgewiesen.Auf diese Weise hatte sich das preußische Husaren-Regiment dem durch Palisadeneingeengten Thore von Versailles genähert. Oberstlieutenant von Sohr suchte nunsich den Weg durch das Thor frei zu machen, indem er mehrere Husarenabthei-lungen zum Angriffe vorschickte. Denn die Einwohner und Nationalgarden dieserStadt, welchen der Oberst Simoneau Patronen verabreichen ließ, schoßen nun ausden Häusern auf die preußischen Husaren. Zugleich erhielt Oberstlieutenant von Sohrdie zuverlässige Nachricht, daß er von feindlicher Reiterei und Infanterie umgangensei und von St. Germain abgeschnitten wäre.
Unter vielfachen Kämpfen gelang es Oberstlieutenant von Sohr mit etwa 150Husaren, nachdem ein anrückendes französisches Chasseur-Regiment geworfen war,einen Weg durch das Dorf Le Chenay einzuschlagen, welcher unglücklicher Weisein einen Hof führte, der keinen Ausgang hatte. Hier vom feindlichen Jnfantericseuerempfangen, von der Reiterei verfolgt, befanden sich die preußischen Husaren mitdem Oberstlieutenant von Sohr in einer verzweifelten Lage. Ein wüthender Kampf,Mann gegen Mann begann. Oberstlieutenant von Sohr, jeden Pardon zurückweisend,ward durch einen Pistolenschuß schwer verwundet. Mehreren Offizieren, welche dieNachhut gebildet hatten, gelang eS mit etwa 200 Husaren durchzukommen. DerVerlust der beiden braven Regimenter war bedeutend. Wenn man ihre Stärke auchnicht über 6-700 Mann annehmen kann, so haben sich doch nur 200 Mann durch-schlagen können. Der Verlust von 10 Offizieren und 4-500 braven Husaren, vondenen viele todt und ein großer Theil verwundet den Feinden in die Hände siel,ist eine theuere Erfahrung für tapfere Truppen, deren Einbuße um so empfindlicherwar, als ihr beharrlicher Muth in der bedrängtesten Lage ruhmwürdig erscheint.
Vorrücken der Vorhut des dritten Armeecorps gegen Rocquencourt.
Die feindliche Reiterei, unter dem General Excelmanns, verfolgte den Weg aufSt. Germain bis ungefähr eine Stunde hinter Rocquencourt.
Unterdessen war aber auch die zur Vorhut des dritten Armeecorps bestimmte9te Brigade, unter dem General von Borke, Abends vor 7 Uhr von St. Germainaufgebrochen, um sich bei Marly aufzustellen. Unterwegs gieng die Nachricht ein,der Feind habe die beiden Husaren-Regimenter unter dem Oberstlieutenant v. Sohrin Versailles aufgerieben. General von Borke beeilte hierauf seinen Marsch nochmehr. Die beiden Füsilierbataillone des Leib-Infanterie- und des 30. Infanterie-Regiments marschirten an der Spitze. Kaum war der Marsch eine halbe Stundefortgesetzt worden, als die Tirailleurs der Vorhut bereits auf den von Versailleskommenden Feind stießen. Die Franzosen wurden sogleich angegriffen und mit ge-fälltem Bajonet von dem Leib-Füsilierbataillon fortwährend zurückgetrieben, so daßihnen keine Zeit blieb, sich festzusetzen, obgleich sie es zu verschiedenen Malen ver-suchten. Das Füsilierbataillon des 30. Infanterie-Regiments unter dem Hauptmannvon Fragstein entsendete General von Borke links auf der Straße von Louvecienneszur Deckung der linken Flanke, um dadurch zugleich den Angriff des andern Füsilier-bataillons auf der Straße zu unterstützen. Der Feind wurde mit einer solchen Leb-haftigkeit angegriffen, daß er seinen Rückzug nach Rocquencourt ohne allen Aufent-halt bewerkstelligen mußte und später auf einen erneuten Angriff ohne weiter» Zeit-
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