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lichtet, den Uebergang der Gewässer so bequem undkünstlich erleichtert, den frühern unwirthbaren Bodenso sorgfältig anbaut; — wo unsere friedlichen Gewerbeimmer weiter der kriegerischen Lebensart sich ent-fremden; und jene frühere Hingebung je länger jeseltener wird, je mehr die Civilisation und mit ihrdie Neigung zu ungestörtem Genusse der innern Ruheüberhand nimmt.
Wenn aber die ältere Kriegskunst selbst in jenenPerioden, wo sie durch die physische und moralischeNatur der Länder und Völker noch so kräftig unter-stützt wurde, die künstlichen Schutzmittel nicht ver-schmähte; — sollte bey so sehr verminderter natürlicherWiderstandskraft die neuere Kriegskunst sie entbehrenkönnen!
3) Schon in den ältesten .Zeiten wurde Sicherungder Person und des Eigenthums als eines der erstenBedürfnisse des Menschen betrachtet;— und wenn auchnur eine einfache Verpfählung seine Hütte umgab,so bildete solche dennoch ein Vertheidigungsmittel, dasden kunstlosen Angriffen des Naturmenschen das Gleich-gewicht hielt.
So wie die einzelnen Wohnungen in Städte sichvereinigten, wurde es um so leichter, dieselben miteiner gemeinsamen Schutzwehr zu umgeben, und nachund nach aus. einen hohen Grad von Widerstands-fähigkeit zu vervollkommnen.
4) Mit der Erweiterung der Staaten und Reichevermehrten sich auch ihre befestigten Punkte; — derenKern aber meistens die Hauptstadt bildete;— weilin ihr der militärische uud politische Mittelpunkt desLandes sich vereinigte, mit dessen Rettung oder Fall