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Ueber das Bedürfniss bleibender Befestigungen mit besonderer Hinsicht auf die Befestigung von Zürich / von David Nüscheler
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ten), für ihre Person und Familien das Schlimmstezu befürchten haben; während die Bewohner der Letz-tern auch im äußersten Falle, zwar mit einem Theilihrer Habe, den aus der Ferne kommenden feindli-chen Geschossen ausgesetzt bleiben; wenn die Beschies-sung aber einmahl vorüber, und (bey geschwächterWiderstandskraft) dte Unterhandlungen eingeleitet find,durch Capitulation gegen alle Gewaltthätigkeiten ge-schützt werden, so ergibt sich, daß man auch nur umder speziellen Selbsterhaltung willen die mangelndenBefestigungen eher herstellen als die bestehenden ab-tragen sollte.

33) Man wird vielleicht einwenden, daß nichtalle offenen Orte jenen Schreckens-Scenen, hingegendie meisten der befestigten Städte dem Bombardementausgesetzt seyen.

Es läßt sich darauf erwiedern, daß nicht sowohldie Befestigung oder Nichtbefestigung eines Ortes,sondern seine Stellung auf dem Kriegsschauplatz (seinestrategische Lage) es ist, welche denselben mehr oderweniger einem feindlichen Angriffe aussetzt.

Eine Ortschaft auf einer ifolirten Bergspitze oderim Hintergrund eines entlegenen Thales, wird ohnebesondere Verumständungen nicht so leicht einen feind-lichen Angriff zu erleiden haben, sie mag nun befe-stigt seyn oder nicht; und im Gegensatz wird auch einoffener Ort an einem Flußübergang immerhin ange-griffen werden, und, wenn er vertheidigt wird, weitmehr zu leiden haben, als wenn er befestigt gewesenwäre.

34) Auch als Angriffsmittel betrachtet, erscheintdie Einäscherung der bürgerlichen Wohnungen befe-