Buch 
Ueber das Bedürfniss bleibender Befestigungen mit besonderer Hinsicht auf die Befestigung von Zürich / von David Nüscheler
Entstehung
Seite
41
JPEG-Download
 

bedürfen, ist leicht zu erklären. Mein diese Erhöhung,so wie die Anlage von Querwällen, könnte allmählig,ohne zu bedeutende Kosten, erhalten und dadurch unsereWälle vollständig gegen die sie beherrschenden Anhöhengedeckt werden.

51) Die Häuser (wenigstens den größern Theil der-selben) gegen das gerade Feuer der umliegenden An-höhen zu decken, ist freylich nicht möglich, aber auchnicht nothwendig, weil solche das Einschlössen weitweniger, als das Bombardiren zu besorgen hätten,welches Letztere immer im Bogenwurf geschieht, mit-hin eben so wohl vom Sihlfeld aus geschehen könnte,als vom Zürichberg herab.

52) Daß Zürich 1799 im Äunius von den Fran­ zosen , und im September von den Russen nicht längerbehauptet wurde, kann, wenn man billig seyn will,unmöglich als Grund gegen die Haltbarkeit diesesPlatzes in der Vertheidigung des Vaterlandes ange-führt werden.

Das Benehmen Massenas beweist im Gegen-theil, daß Er auf der Operationslinie von Con stanzund Schafshausen her bis auf Zürich keine halt-bare Stellung fand. Und wie hätte Er es wagendürfen, auf den vorliegenden Anhöhen eine Kette ein-zeln stehender, oft durch tiefe Schluchten von einanderabgesonderter Verschanzungen zu erbauen; hättesich im Rücken derselben nicht die den Flußübergangdeckende zusammenhängende Befestigung von Zürich befunden. Auch hätte die die Seestraße verfolgendeOesterreichische Colonne der ganzen Massenaischen invorgelegener Stellung stehenden Armee den Rückzugabschneiden, die Limmatbrücke vor ihr gewinnen kön-