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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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Il

fischen Feldzug die Selbsterhaltung zur Pflichtmachte, für ihre sonst so sehr gemishandeltenNetter mehr, als gewöhnlich, zu sorgen, so liegtes doch schon in ihrem Temperament, entwedertändelnd, oder barbarisch mit den armen Thierenumzugehen. Diesmal erlaubte die Eile, mitwelcher die Märsche betrieben wurden, keinegroße Sorgfalt. Es sollte und mußte Allesmöglich gemacht werden, und zu gewissen Din-gen reicht selbst das sonst allmächtige Geld nichthin. Wer den Dienst der Kavallerie beurtheilenkann, wird wissen, welcher große Unterschiedzwischen denen ist, welche auf den Pferden han-gen, und denen, welche reiten können. Es fehltean erfahrnen Offiziers und Unter-Offiziers, wel-che die überklugen Gemeinen die Vortheile desKavalleriedienstes lehren konnten; die wenigennoch vorhandenen, oder aus den Depots beru-fenen jüngern Offiziere waren nicht fähig, eineReiterei zu bilden, wie sie der Drang der Um-stände, und das allerhöchste Bedürfniß gegendas Uebergewicht eines erfahrnen Feindes drin-gend erfordert haben würde. Daher fand manauch in dem weiter» Verlauf dieses FeldzugSunendlich große Fehler und Vernachlässigungenim kleinen Dienst, vorzüglich bei der Reiterei,wo sich die Unwissenheit der Offiziere deutlichaussprach. So lange eine große Masse, unter