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Napoleons Feldzug in Sachsen im Jahr 1813 : eine treue Skizze dieses Krieges, des französischen Kaisers und seiner Umgebungen / entworfen von einem Augenzeugen in Napoleons Hauptquartier, Otto Freiherr v. Odeleben
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hätte. Am folgenden Morgen begaben sich die'Ab-§eordneten des Stadrraths und einige Vorsteher derBürgerschaft zu dem Oberbefehlshaber, um ihrBedauern über die Vorfälle des vorigen Tages zubezeigen. Er empfing sie mit ruhigem Ernste, unddrang darauf, die Urheber des Aufstandes nachden Gesetzen zu richten, damit er sich nicht gezwun-gen sehen möchte, eine Militärkommission zu er-nennen, um die Schuldigen zu strafen. Es wur-den darauf einige Menschen, welche sich als eifrigeTheilnehmer an dem Aufstande bemerklich gemachthatten, verhaftet und auf die Festung KönigsteinIn Verwahrung gebracht, wo sie blieben, bis sie imfolgenden Monate auf Verlangen des Generalsvon Blücher freigelassen wurden. An cbeitdiesem Tage, dem eilften des Märzes, erschieneine Kundmachung der Immédiat - Kommission *),worin die Bewohner der Stadt an des scheiden-den Königs Ermahnung, sich ruhig zu verhalten,erinnert, die Verfügungen eines altern Gesetzeswider Aufstand und Aufruhr, welche die Rädels-führer mit dem Schwerdte und Rade bedrohen,angeführt wurden, und zugleich erklärt ward, daßdie Ausführung der, zur Sicherung der Stadtauf der Brücke getroffenen, Anstalten nur für denhöchsten Nothfall vorbehalten wäre, und daß fer-nere Störungen der öffentlichen Ruhe die trau-rigsten Folgen für das allgemeine Wohl der Stadt

*.) Beilage m.