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truppen (der Division Souham) unweit Naumburg angegriffenund zurückgedrängt, als sir aber Verstärkung erhalten hakten,rückten sie wieder vor, und behaupteten sich für diese Nacht nochin der Stellung bei dem Dorfe Plotho, zwischen Naumburg und'Weiffenfels. Die Stadt Naumburg wurde vom Feinde besetzt.
Auch gegen Merstburg rückte der Feind heran, und auchdort wurden die Vorposten des Gen. Knorring zurückgedrängt;da dieser General kein Fußvolk bei sich hatte, so faßte er denguten Entschluß, mit seiner Reiterei dem Feinde entgegen zu rücken,der bereits Lauchstädt besetzt hatte; der Gen. Knorring griff diesenOrt an, und nach einem nicht unbedeutenden Gefechte, wurde ererobert und behauptet, und der Feind zog sich für heute bis nachSchaafstädt zurück.
Da der zur Ablösung des Gen. Knorring mit 2 Bataillonsdes isten ostpreußischen Infanterie-Regiments, 4 Batterie undsto Pferden abgesendete Major Lobenthal am Abend um «g Uhrin Merseburg eintraf, so brach der Gen. Knorring nach Nützenauf, um sich dort als Vorposten zur Deckung von Leipzig aufzu-stellen; der Major Lobenthal sollte die Brücken über die Saalemöglichst vertheidigen, wobei er die Anweisung hatte, sich in keinrrachtheiliges Gefecht einzulassen, und im Fall eines Rückzuges,den seinigen längs dem linken Ufer der Luppe gegen Leipzig hinzu nehmen; der General Knorring ließ zu seiner VerstärkungLoo Kosaken unter dem Rittmeister Loewenstern zurück.
Das Hauptquartier des Gen. Grafen Wittgenstein wurdenach Gohlis verlegt.
Das Hauptquartier des Gen. Berg war in Lindenau, dieTruppen in der Umgegend.
Das CorpS des Gen. Pork, besten Hauptquartier in Skeuditzblieb, wurde in engere Kantvnirungen verlegt.
Die Abtheilung des Oberstlieutenants Zielinsky marschirtevon Oppin nach Großkugel.
Schon am Morgen erschien der Feind auf den Höhen vonNiedeleben, dem Gen. Lieut. Kleist gegenüber, und marschirte da-selbst auf. Nachdem er sich bis zum Nachmittage ganz ruhigverhalten hatte, rückte er in mehreren Kolonnen und wenigstensro/ux, Mann stark (das Zte Corps des Divisions-Generals Gra-fen Lauriston) sowohl gegen den von den Preußen an der Brücke überdie Saale eiligst erbauetcn Brückenkopf, als auch gegen Wörmlitzvor, und griff diese beiden Punkte vorzüglich mit einer sehr zahl-reichen Artillerie von wenigstens 2g Stück Geschützen an; aberdie preußischen Truppen behaupteten ihren Posten, und auf eineam'so ehrenvollere Art, als sie anfänglich nicht mehr als 5, underst später g Stück Geschütz zu ihrer Vertheidigung hatten. Dennes wurden dem Artillerie-Hauptmann Ziegler von seiner Batterie5 Stück Geschütz demontirt, und viele Artilleristen erschaffen;nicht minder verlor die halbe Batterie No. N des Lieut. Oppen.
Des Feindes Uebergang bei der Furth von Wörmlitz, wurdedurch 2 daselbst aufgestellte russische Jäger-Bataillons verhindert,welche gleich den Preußen alle Angriffe muthig zurückschlugen.