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lung der russischen, preußischen und französischen Kriegsherr« vomisicn May hinzufüge, glaube ich hier, am Vorabend jenerdenkwürdigen Schlacht von Groß-Görschen, noch einen kurzenUeberblick über den Plan zum Feldzuge geben zu müssen.
Als die Russen über die Memel vorrückten, da schien es, alsverspräche sich die Politik mehr von den Völkern, als von denFürsien Deutschlands, für einen Krieg gegen Frankreich. DieTheilnahme des gesammten russischen Volkes an diesem Kriege,ließ es erkennen, es müsse dieser Krieg als kein gewöhnlicher ange-sehen, es müsse Frankreich nicht mit gewöhnlichen Kriegsheeren,sondern von ganzen Völkern bekämpft werden.
So freuere sich Rußland der Entwicklung des preußischenVolkes, und seiner mächtigen Rüstungen, nicht so über die langeverzögerte Erklärung des Königs von Preußen, obwohl es diese,durch das langsame Vorrücken seines Kriegsheeres selbst veranlaßte,und die genährte Hoffnung, bewaffnete Deutsche, voll des glühend-sten und gerechtesten Haffes gegen Frankeich, ohne das Gebot ihrerFürsten, zur Theilnahme am Kriege gegen den National-Feindschon bereit zu finden, war getäuscht.
Als sich hierauf der König von Preußen, wie es herkömmlichunter Fürsten und Völkern, an Rußland angeschlossen hatte (dochohne sich für diesen höchst wichtigen Beitritt künftige Vortheilesichern zu lassen), da freute sich das Volk, mit der Pflicht seineNeigung vereinigt zu sehen, ' da mußte nun der Plan verabredetwerden, nach welchem der Krieg fortgesetzt werden solle; bis andie Oder waren die damals vorhandenen Kräfte der Rußenund Preußen schon in zwei Heertheilcn vorgerückt; die äußersteSpitze des zur rechten, stand bereits am rechten Ufer der Elbe,der andere zur linken hingegen nur in Schlesien, bis an die Grenzevon Sachsen; die Festungen an der Weichsel und Oder warenalle nur blokirt, und die Festung Thor» allein belagert.
Da herrschten nun über den Plan zum Feldzuge zwei verschie-dene Meinungen! Die eine wollte, man solle die beiden Heertheilevereinigen, und kämst gegen Magdeburg, wo damals der Vicc-König von Italien mir Zo — ffo.ooo Feinden stand, vorrücke»,und diesen angreifen, und wenn man einen Sieg über sie erkäwpft-von dort zwei Flügel-Corps vorschieben, mit dem Hauptcorpshingegen die Belagerungen von Magdeburg, Wittenberg und Tor-gau unternehmen, um sieh diese festen Punkte an der Elbe zuverschaffen, weil ohne sie kein Vorrücken auf dem linken Ufer ge-denkbar sey. Die andere hingegen verlangte, es könne wie dieErfahrung vom Jahre igoki beweise, nicht anders als in zweiHcerestheilen, nach der Elbe vorgerückt werden, weil der KaiserNapoleon schon jetzt, wie damals, am Thüringer Walde ein be-deutendes Heer aufgestellt habe, um sogleich vorzurücken, und dielinke Flanke zu umgehen, im Fall sich das verbündete Kriegsherrverleiten ließe, dem Vice-König rechts zu folgen.
^ Diese Ansicht erhielt auch das Uebergewicht, und das vec'-bundete Kriegsherr setzte sich hiernach in zwei Heerestheilen nachder Elbe in Marsch, und passirte bei Dresden, Roßlau und Ha-