Band 
Erster Theil.
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der Generale Berg und Winzingerode an, allein er wurde vonihnen immer mit Nachdruck zurückgewiesen — eine lebhafte Ka-nonade unterhielt das Gefecht von beiden Seiten — und manüberzeugte sich bald, daß dieser Angriffspunkt nicht der entschei-dende seyn solle.

Da rückten, es war gegen Uhr, die feindlichen DivisionenMarchand und Rochambeau gegen Groß- und Klein-Görschenheran, diese Uebermacht nöthigte die Preußen (- 5 ,oon gegen ^o,,«oMann) zum Rückzüge, sie mußten dem Feinde selbst das Dorf

> Klein-Görschen wieder überlassen. Darauf ward nun ungefährum 2 Uhr Nachmittags die brandenburgsche oder Reserve-Bri-

! gäbe des Gen. Rover zum Angriff beordert. Da drangen nundie Preußen wieder vorwärts, das Dorf Klein-Görschen wurdeI gestürmt, und jenseits entstand der neue blutigste Kampf um einemit feindlichen Batterien stark besetzte Höhe; es wurden 2 Kolon-nen formirt, davon die eine vom Garde-Füsilier-Bataillon unterdem Major v. Blok gebildet, und vom Leib-Grenadier-Bataillonunterstützt, das Dorf Hohenlohe rechts liegen lassend, jene Höhe

> zu umgehen suchte; die andere Kolonne des Majors von Alvcns-! leben, aus st Bataillons Fußvolk (die Garden) und 2 Compagnien

Garde-Zager bestehend, mit der ausgezeichnetsten Tapferkeit dasDorf Groß-Görschen und das rechts liegende Dorf Kahalati er-stürmte, und der Feind wurde selbst bis hinter das brennende DorfKaja zurückgeworfen, das jedoch von beiden Theilen unbesetzt blieb.Auch die Brigaden des Gen. Hünerbein und des Obersten Horn,waren bereits im lebhaftesten Gefechte, auch sie rückten vor. —Die preußische und russische Artillerie rückte bis auf den Abhangder Höhen zwischen Rhano und Klein-Görschen, und endlich wares den Heide,.müthigen Preußen gelungen, sich in diesen Dörfernfestzusetzen, und schon schien es, daß der in großer Unordnung aufdem Rückzüge befindliche Feind sich nach Merseburg zuwendenwolle, als abermals frische feindliche Truppen (diejungen Garden)sich auf den Höhen aufstellten, die jenseits Eisdorf nach einemmorastigen Graben abfallen.

Für die Waffen der Verbündeten war dieser Augenblick derglänzendste in der Schlacht von Groß- Görschen — denn manwar unter dem heftigsten und blutigsten Gefechte vorgerückt, hatte^ mehrere Dörfer erobert, sie behauptet, und den Feind bereits zum, ^uckzuge genöthiget. — Hätte dieser entscheidende Augenblick durchdas sehnte Nachrücken der russischen Infanterie-Reserve unter-stützt werden können, wäre noch ein Reserve-Kavallerie-Corps,vorhanden gewesen, welches jetzt den Feind in der Flanke ange-griffen hatte — wäre die Schlacht wahrscheinlich gewonnenworden.

Hierauf rückte der General Pork, welcher jetzt an die Stelledes — jn der Schlag verwundeten General Blücher den Ober-' r^fthl über die preußischen Truppen übernommen hatte, mit ihnen, ^der den morastigen Graben gegen die feindliche Stellung unddas vom Feinde stark besetzte Dorf Starsiedel vor: diesward nun sowohl in der Fronte, als in der rechten Flanke

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