Kavallerie, die durch das Mündige Kanonenfeuer L ihrer Mann-schaft und Pferde verloren hatte, zu einem nächtlichen Angriffgegen den Feind — sie stieß jedoch auf die in Schlachtordnungstehenden feindlichen Linien, und kam durch »das feindliche Feuerin der Dunkelheit und bei einem Hohlwege auseinander, und derbeabsichtigte Erfolg wurde nicht erreicht.
Einen Theil der Nacht hindurch hielt noch das preußischeGarde-Zager-Bataillon das Dorf Klein-Gorschen besetzt; dergrößte Theil der andern Truppen hingegen wurde zurückgezogen,damit sie sich erholen und ihre Munition ergänzen konnten; einanderer Theil, und vorzugsweise das LorpS des Gen. Pork, bliebnoch auf dem linken Ufer des Floßgrabenö, dem Feinde ziem-lich nahe.
Und es mußte nun ein Entschluß gefaßt werden, ob manmorgen die Schlacht erneuern, oder ob man sich zurückziehenwollte; es war dabei zu erwägen, daß der Feind von Leipzig ausnach der Elbe detaschiren werde, um die Verbindungen des ver-bündeten Heeres zu unterbrechen, daß er morgen eben daher ander Elster und am Flvßgraben, in der rechten Flanke und imRücken vorrücken, daß das ote Armeecorps (Öudinot) von 2.z,->ooMann, und das gte ArmeecorpS (Bertrand) an sich ziehen werde,wodurch seine Streitkräfte um sso — -H,ooo Mann frischerTruppen sich vermehren würden — während dem verbündetenKriegsheere nur die lss Bataillons russischer Garde-Infanterieund höchstens guoo Mann vom Corps des Gen. Milieradvwitsch(weil es die übrigen detaschirt hatte) zusammen kaum cZ.ooo M.Verstärkung zu Gebote standen.. Deshalb wurde nun, nicht weilman die Schlacht entscheidend verloren hatte, sie war in taktischerHinsicht vielmehr gewonnen, denn man blieb auf dem erobertenSchlachtfelde noch die Nacht hindurch aufgestellt, sondern weildas verbündete Kriegsheer mit der feindlichen großen Uebermachtin einer unvortheilhaften und selbst gewagten Stellung die Schlachtnicht erneuern wollte, der Ruckzug angeordnet. Da sowohl da-Fußvolk als die Artillerie sich meist verschossen hatte, und manden Rückzug nicht bei Tage im Aiigesicht des Feindes durch dasDefilee von Pegau, welches überdies durch das Gepäck und Heer-geräthe sehr verstopft war, machen wollte, so wurde befohlen:der Rückzug solle mit. Tagesanbruch über die Elster angetretenwerden.
Es wird der Verlust des verbündeten Kriegsheerö auf is),oc>oMann an Todten und. Verwundeten angegeben, von denen unge-fähr 6000 Preußen und 2000 Russen waren.
Verwundet wurde preußischer Seit«, der Gen. der Kavallerievon Blücher, der Gen, Lieut. von Scharnhorst und der Gen-Maj. v. Hüncrbein; von russischer Seite der Gen. Lieut. Ka-nownizin, viele würdige preußische Stabsoffiziere, als der PrinzLeopold von Hessen-Homburg, die Majors von Bornstedt, Pog-wifch, Vülow und Tuchsen u. a. m., hatten einen Heldentod ge-funden.
Den Verlust des französischen Heeres berechnet man auf