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verließ er um 2 Mr Nachmittags,die Stadt Leipzig- um sich den jerhaltenen Anweisungen zufolge,' auf der Straße nach Würzen >zurückzuziehen, wo sein Corps, ohne daß es vom Feinde crn>rhafl Iverfolgt wurde, und ohne Verlust, m der Nacht um m Uhr an- ^langte. §
Der Divistons-General Graf Lauriston befehle ungefähr um 'Z Uhr Nachmittag die Stadt Leipzig, und sendete sogleich geringe ^DetascheuientS, sowohl hinter dem Gen. Kleist auf der Straßenach Würzen, als auch auf dem rechten Ufer der Pleisse gegenden Rücken des verbündeten Heeres; die geringe Thätigkeit, welcheLas letztere Detascheincnt zeigte, machte es für die Verbündeten-nicht gefährlich, wie es bei einem andern Benehmen unstreitighätte werden müssen,
Das Corpü des Generals der Infanterie MslleraLowitsch,marschirte am ,2tcn. Mai um Z Uhr des Morgens von Altenburgab, und traf am Nachmittage um .4 Uhr in Zeih ein, wo cö sichin Position aufstellte, und sehr deutlich die ununterbrochene sehrstarke Kanonade der Schlacht bei Groß-Görschen hone. Vondem Oberst Orlow wurde ihm gemeldet, daß sich der Feind mitfeinem rechten Flügel von der Straße von Zeih nach dem «Lchlacht-felde abgezogen habe, von.dem Hergänge der Schlacht erhielt eskeine andern als günstige Nachrichten, der Kampf sey zwar hart-näckig und blutig, allein dennoch rücke..man vorwärts. Der Gen.Milleradorvitfch sendete bei seiner Ankunft, sogleich das. Detaschc-rnent des Gen. Mas. Iusefowitsch weiter vor, und hielt sinn CorpSin Schlachtordnung so bereit, daß es auf jede Nachricht sogleichaufbrechen könnte — und um 2 Uhr in der Nacht erhielt er denBefehl, er solle mit seinem Corps von Zeih auf- dem rechten Uferder Elster nach Predel marschiren, wo es schon mit Tagesanbrucheintraf.
Doch ehe wir die Erinnerungen jenes merkwürdigen Tagesverlassen, sey es uns vergönnt, noch einen Blick auf die getroffe-nen Anordnungen und ihre Ausführungen zu werfen.
Der Tag zum Angriff des Feindes war von Seiten der Ver-bündeten meisterhaft gewählt; ihr Angriff mit einem KriegsHeerebeinahe um die Hälfte schwächer als das französische, war einBeweis des Vertrauens, das die Monarchen auf dasselbe sehenkonnten, und der Muth und die Tapferkeit desselben entsprachenvollkommen ihren Erwartungen. Indem man nur die Wahl zwi-schen dem Rückzüge oder einer Schlacht hatte, war die Wahl derSchlacht gewiß die bessere, denn Kühnheit giebt jederzeit Ver-trauen zu sich selbst, und erwirbt die Achtung des Feindes, statt daßRuckzug ohne Schlacht das eigne Kriegsheer entmuthiget, dieverrathene Schwäche aber den stolzen Feind noch stolzer undübermüthiger gemacht haben würde.
Es ließ auch die verdeckte Aufstellung des verbündeten Kriegs-Heercs, in der rechten Flanke des Feindes große Erfolge erwarten;der Plan, den Feind auf dem Marsche unerwartet anzugreifen,alle Kräfte vorzüglich gegen des Feindes rechten Flügel zu richten,so wie den eigenen rechten Flügel zurückzuhalten, den Feind von