Weiffmfels und dadurch von seiner Operationslinie abzudrängen;diese wohl überdachten Bewegungen, sie hätten große Resultateherbeiführen können; es sollte diese Schlacht, in welcher ein derZahl nach um die Hälfte schwächeres, dagegen aber tapferes, undin den taktischen Bewegungen der Kriegskunst vorzüglich Möge«bildetes Kriegsbeer, was dadurch dem feindlichen, so wie durchseine Reiterei überlegen war — unserer Zeit das Andenken anFriedrich den Großen erneuern, denn man hoffte durch einen An-griff en «edsllon vem linken Flügel, so wie durch Umgehungdes Feindes mit großen Kavalleriemaffen, die Schlacht zu ge-winnen, so wie er oft gethan.
Aber wenn man überhaupt auf Seiten der Verbündeten, beiihren geringen Streitkräftcn, auf alles Bedacht zu nehmen hatte,um die Schlacht zu gewinnen, so sind es doch einige Momente,die durch die Art, wie sie während der Handlung übersehen, oderangesehen worden sind, unsere besondere Aufmerksamkeit auf sichziehen.
Zuvörderst hätte es den Vordertruppcn des Generals Win-zingcrodc nicht unbemerkt bleiben dürfen, in welchen Dörfern dieFranzosen, nach dem Gefecht vom isten May, am Abend ihreQuartiere bezogen; wurden diese feindlichen Kantonirungei^hemGeneral Wittgenstein zur rechten Zeit nahmhaft gemacht, Mlleßsich bei den Anordnungen zur Schlacht hierauf Rücksicht nehmen.
Erheblicher und auffallender ist der Umstand, daß da dasverbündete Kriegsheer seinen Sieg, vorzüglich durch Ueberraschungzu erkämpfen hoffte, und den Feind überfallen wollte, dasselbeNicht schon, so wie es geschehen konnte, am Abend des isten Maysbei Stentsch und jenseits Storkwih, zwischen der Elster und demFloßgraben versammelt wurde, damit es mit Tagesanbruch denFeind hätte plötzlich angreifen, und in den Dörfern überfallenkönnen. Hätte man die Dörfer so angegriffen, so ist es, da sie"ur schwach besetzt waren, mehr denn wahrscheinlich, daß man sieerobert, und daß alsdann der Feind erst in der Stellung seiner Reser-
bei Lühen, auf einem für die Verbündeten günstigern Boden dieSchlacht angenommen haben würde, die wahrscheinlich auch früherbeendiget gewesen seyn würde, ehe der Vice-König von Italiennüt dem uten Armee-Corps zur Unterstützung herangerückt seynkonnte. Und obwohl endlich nach der Disposition, selbst dieSchlacht um L Uhr des Morgens beginnen sollte, so gab man°°ch erst gegen Mittag das Zeichen, zwar noch immer zu früh,oeml die russische Reserve-Armee war noch immer nicht auf demSchlachtfelds und auf dem linken Ufer des Floßgrabens einge-durch Pe^ aufmarschirt (sie desilirte jetzt erst von Groitzsch aus.
Als es darauf zur Schlacht gekommen war, griff man dieDörfer, ohne vorhergegangene Recognoscirung, weil man sie nurschwach besetzt hielt, zuerst nur mit geringen Kräften, mit einzel-nen Bataillonen an, und erst als der heftige Widerstand des Fein-es, und^der eigene Verlust es nothwendig machte, rückte jenene Unterstützung nach, jedoch meist nur immer so, daß ein Bataillon