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dem andern, eine Brigade der andern, erst dann folgte, wann dievorderste erschöpft war. Hätte man sogleich den ersten Angriffauf Groß- und Klein-Görschen, mit bedeutenden Streitkräftengemacht, wäre das gesammte Kriegöheer nach der gegebenen Schlacht-ordnung vorgerückt, zur Unterstützung bereit, so würde man wahr-scheinlich, bei so viel entwickelter Kraft, schnell vorgedrungen seyn,die Dörfer erobert, und daö Schlachtfeld auf die jenseitige großeEbene verseht haben, wo die Reiterei das Ganze wirksam unter-stützen und vielleicht den Sieg entscheiden konnte, weil ihr diefeindlichen Vierecke im freien Felde schwerlich würden widerstrebthaben.
Ferner als man im Hergänge der Schlacht die Grund-Zdee,nehmlich den Hauptangriff auf den rechten feindlichen Flügel auf-gegeben hatte, warum wurde nicht jetzt sogleich eine Umgehungdes feindlichen linken Flügels und der Dörfer Unternommen? war-um wurde nicht eine Truppenkolonnc schon früher gegen Eisdorf,auf demselben Wege vorgeschickt, den Nachmittags um 6 Uhr, dasCorps des Prinzen Würtemberg nahm. Der Feind wurde durchdieft Kolonne genöthiget,- sogleich die Dörfer Klein-Görschen undKaja zu verlassen, indem seine linke Flanke mit sehr lebhaftemKaMuenfeuer beschossen wurde. — <ü würde ein ähnliches Un-teiH^nen, früher begonnen, die gleiche Wirkung hervorgebrachthaben. Man hätte sich sehr bald überzeugen sollen, daß man beider zahlreichen, sich immer vermehrenden Macht des Feindes, dieseDörfer zwar erobern, allein sie auch immer wieder verlassen mußte,und daß sich nur durch eine kräftige Umgehung, die Behauptungdieser Dörfer, und die Versetzung des Schlachtfeldes auf günsti-gern Boden, erreichen lassen werde.
Die Reiterei des verbündeten Kriegsheeres mußte aus Man-gel an Fußvolk im ersten Treffen der Schlachtordnung dem Ka-nonenseuer blvßgestellt dastehen, wodurch sie großen Verlust erlit-ten hat — andere hingegen hat in einzelnen, abwechselnd glückli-chen und unglücklichen Angriffen auf ungünstigem Boden, genug-sam ihren Muth bewiesen, allein ein solcher Gebrauch einer zahl-reichen Reiterei, war den ausgesprochenen Absichten nicht entspre-chend, so wie überhaupt, so lange man nicht große abgesonderteReiter-Cor-pS bildet, und sie zu strategischen Umgehungen derfeindlichen Linien anwendet, die Schlachten durch Reiterei niemalsentscheidend sich werden gewinnen lassen.
Endlich so nothwendig es war, daß das Corps des GeneralsMilleradowiksch, die Heerstraßen zur Linken beobachtete, damitkein feindlicher Heereöthsil, dem sich schlagenden verbündeten Krie-gesheere in den Rücken fallen konnte, so hätte eü dennoch, wieschon oben berührt worden, am isten May nach Zeitz marschiren,und von seinen leichten Vortruppen erfahren sollen, daß schon amisten May gegen Mittag, das ste feindliche Corps (Bertrand)von Stößen nach Poserne marschirt war, worauf es sofort ohneGefahr nach Predel hatte rücken sollen, um die Kämpfenden n>itLooo Mann frischer Truppen zu unterstützen.