rechten Flügel der Brigade des Gen. Maj. v. Ziechen heran, unddie feindliche Kolonne richtete nun ihren Marsch nach Preititz,welches Dorf sie um in Uhr Morgens erobert hatte, womit esdem Feinde gelungen war, zwischen die Corps der Generale v. Blü-cher und Barklay einzudringen. Da nun dieses Dorf im Rückender Aufstellung von dem Corps des Generals v. Blücher auf denSpitzbergen war, auch sein Corps im Fall eines Rückzuges, selbstdurch dasselbe zurückgehen muhte, so war es nicht allein wichtig,sondern durchaus nothwendig, daß dieses Dorf auf keinen Falldem Feinde überlassen bliebe, es wurde deshalb vom General v.Blücher das zwischen Z bis 4000 Mann starke Corps des Gene-rals v. Kleist, zur Unterstützung des Generals Barklay befehliget,und die brandenburgsche Brigade des Gen. v. Rüder angewiesen,vorzurücken und das'Dorf Preititz zu eeobern. Zugleich wurde einTheil der preußischen Reserve-Kavallerie gegen die Spree geschickt,um die Durchgänge zu beobachten, den Feind in der rechten Flankezu bedrohen, und ihn mit schwerer Artillerie zu beschießen.
Es rückte die brandenburgsche Brigade in zwei Treffen heran,das 2te, welches der Major von Alvensleben befehligte, bestandaus dem ersten und zweiten Bataillon Garde, dem Normal-Ba-taillon und 2 Esquadrons westprcußischer Uhlanen, unter demMajor v. Schmeling, mit Artillerie versehen; es marschirten diesedrei Bataillone in Kolonnen diesseit des Dorfes auf, und besetztenden links liegenden Wiesengrund mit ihren Scharfjchützcn, auf je-der Flanke stand eine Esquadron Uhlanen. Es rückte ihnen derFeind mit drei starken Kolonnen, an deren Spitze er ti StückGeschütz hatte, aus dem Dorfe Preititz entgegen; die preußischeArtillerie beschoß die Kolonnen so wirksam, daß ihr Geschütz bal-digst demontirt wurde, — die preußischen Uhlanen, von russischenDragonern unterstützt, machten nun einen schnellen und glücklichenAngriff, welchen das Fußvolk sogleich benutzte, indem es im Sturm-schritt und nut gefälltem Bajonet vorrückte, und den Feind bis indas Dorf zurückwarf; während dieser Zeit war das erste Treffender brandenburgschen Brigade unter dem Oberstlieut. v. Tippelskirch,von ss Bataillons Fußvolk und mit der Artillerie versehen, rechtsabmarschirt, herangekommen, diese Kolonne umging das Dorf Prei-tih auf der linken Seite, während die Scharfschützen beider Ko-lonnen nach heftigem Gefecht, unterstützt von den Batterien, wel-che mit der großen Wirksamkeit feuerten, in das Dorf eindran-gen. So wurde gemeinschaftlich, mit dem gleichfalls herangerück-ten General Kleist, der vorgesetzte Zweck erreicht, denn das Dorfwurde erobert, und der weit überlegene zahlreiche Feind, durch denaußerordentlichen^ Muth und die ausdauernde Standhaftigkeit detTruppen zum Ruckzuge genothiget. Der Feind stellte sich daraufhinter dem Dorfe Preititz, auf den Anhöhen nach Gleine zu, auf-
Nachdem der Gen. v. Kleist abmarschirt war, rückte nun dasCorps des Gen. v. Uork, mehr vorwärts in die eigentliche Posi-tion bei Litten, hinter die dort verschanzten drei Batterien; vonwelchen zwei mit russischem Geschütz, und die mittelste mit preu-tzijcpen und (der halben 6pf. Batterie des Capitains v. Huet und