Band 
Erster Theil.
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ten Ufer der Oder an der Zerbauer Drücke arbeite, um den dortbefindlichen Tambour noch mehr zu biestigen; der Mai. v. Dlu-mcnstcin erhielt deshalb den Auftrag, diesen Tambour zu zerstörenund sich desselben wo möglich zu bemächtigen. Um dies zu be-werkstelligen, rückte in der Nacht vom iFttn auf den i-ssen Maieine Abtheilung des BlokadecorpS in drei Kolonnen, jede zu 20aMann nebst deren Reserven und Geschütz vor, die Kolonne desrechten Flügels verfehlte indeß bei der Nacht den Punkt, wo eineBatterie gebauet werden sollte, und wurde vöm Feinde entdeckt.Die Kolonne des linken Flügels vollendete dagegen ihre Arbeitenund fing mit Tagesanbruch an den Tambour zu beschießen, da siejedoch nicht unterstützt wurde, so mußte die ganze Unternehmungausgegeben werden.

Am i5tcn Mai rückte das zum BlokadecorpS angekommenethüringsche Bataillon unter dem Major v. Linker in die Linie.

Am >7ten Mai kam das Landwehr-Bataillon des Sprot-tauer Kreises unter dem Major Graf v. Dohna bei dem Blokade-cvrps an, und wurde nach Quaritz verlegt, es folgten diesem inden nächsten Tagen roch einige schlesische Landwehr-Bacaillone,dagegen marschirren unter dem Major Grafen v. Dohna 4 Reserve-Bataillons zum a^auptbcere ab. ,

Da alle Nachrichten, welche von dem verbündeten Kriegs-herr«: eingingen, sehr ungünstig lauteten, so wurde das sämmtlichezur Belagerung bestimmte schwere Geschütz und alle Vorräthewieder in die Schisse geladen, und Strom aufwärts nach Dreslaugeschickt, um zu vermeiden, daß sie bei dem schnellen Vorrückendes Feindes im Rücken des BlokadecorpS dem Feinde nicht in dieHände fielen. Die Kanonade bei Barchen wurde bei Glogau sehrdeutlich gehört. Es wurde das Miliz-Kosaken-Regiment desOberst Fürsten Scherbatow, und die beiden Esquadronz^ branden-burgschcr Uhlancn gegen Bunzlau vorgeschickt; das erstere Negi-Mcnt wurde darauf -um russischen Kriegsheere befehliget.

Am atistcn Mai erhielt der General-Major (Lchüler vonSenden den Bosch,, die Blskade aufzuheben, und es geschah, sowie os bereits erzählt worden ist, durch den Abmarsch der Truppen,nachdem schon vorher das sämmtliche Belagerungs-Geschütz, dieMunitione-Vorräthe zu Lande und zu Wasser unter Bedenungfortgeschafft, und sämmtliche Faschinen und Schanzkörbe zerhacktund unbrauchbar gemacht worden waren.

Z) Die Festung Cä stritt.

^ Es waren die Ereignisse, welche sich bei der Blokade derFestung Lüstrin in diesem Zeitraum zutrugen, gänzlich unwichtig;es kommandirtc hwr der Gen. Lieut. Kapzewitsch ein sehr schwa-ches russisches BlokadecorpS, welches kaum hinlänglich war, dieFestung zu umstellen, und cö ihm gänzlich unmöglich machte, etwasEntscheidendes zu unternehmen. Er mußte sich darauf beschränken,^ Streifzuge des Feindes in der Unigegend um Lebensmittel zunutzen, zu verhindern, und auch dies wurde kaum erreicht. Das