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Hauptquartier des Gen. Lieut. Kapzewitsch war in dem Dorfe ^Tucheband auf dem linken Ufer der Oder.
4) Die Festung Stettin.
Es war die Festung Stettin vom Feinde mit gooo Mannalter Truppen beseht, die Festungswerke erweitert und verbessert,das Fort Damm am rechten Ufer der Oder wieder hergestellt,die Vorstädte und das Hol; der Kaufleute auf den großenHolzhöfen niedergebrannt — alles zur ernstlichen Vertheidigungvorbereitet, alle Erfordernisse und Bedürfnisse, reichlich vorhan-den, der Gouverneur, Div. Gen. Grandeau, ein sehr entschloß-ner Mann.
Nachdem die Stadt durch Kosaken berennt, später von denTruppen der Generale v. Bülow und v. Borste! umstellt wordenwar, übernahm es der Militair-Gouverneur zwischen der Oderund Weichsel, Gen. Lieut. Graf v. Tauenzien am igten März, dieStadt so enge als möglich einzuschließen, den etwanigen Ausfällen .der Garnison zu begegnen, und alle Vorbereitungen zum entschei-denden Angriff zu machen. Sein Corps aus rZ Bataillon Fuß-volk, es Eüquadrvn Reiterei, und aus dem Kosaken-Regiment desGen. Mas. Ilowaisky des Zten (siehe die Beilage No. >5.) be-stehend, war so eingetheilt, daß auf dem linken Ufer der Oder derOberst v. Kraft (später der Maj. Graf Lottum) auf dem rechtenUfer gegen das Fort Damm der Oberst v. Rödlich befehligten;und am osten April verlegte der Gen. Graf Tauenzien sein Haupt-quartier von Stargard nach dem Dorfe Curow, auf dem linkenUfer der Oder. Um dem Feind auch die Verbindung von derWasserfeste abzuschneiden, wurden zwei preußische Fahrzeuge be-wa,fnet, und schwedische Kanonenböte unter dem LapitainBrunkona- auf den Dammschen See postirt. ,
Auf dem linken Oderufer stand der rechte Flugeh des §in-schließungö - Corps von Güstow über Pöhlau und Curow bei derSannenichen Mühle, und auf einer Insel rechts von Pomerenödorfein Infanterie-Posten, um die Gegend zwischen der Festung undDamm genau zu beobachten. Diese Truppen machten die erst?Linie. Die zweite zog sich über Hoch- und Nieder-Zahden, Cobbihow nach Schillersdorf, die erste Linie des linken Flügels hattein Grabow einen Kavallerieposten zur Beobachtung des Damnusehen Sees, und zog sich dann über Bredow, Frauendorf nachZülchow. Die zweite Linie hielt Gohlow, Glienke und StolzesHagen beseht.
Auf dem rechten Ufer der Oder vor Damm hatte der liNIFlügel seine Stellung bei Padjuch, Finkenwalde, Hökendorf,sengarten, Hammermühle und Stutthof, und lehnte sich anhier befindlichen Moräste. Der Posten von Bergland bliebdetaschirter Posten.
Am 7 ten April unternahm der Feind in der Dämmerungmit überlegenen Streitkräften von Damm aus ei»en Ausfall Agen den am rechten Ufer der Oder aufgestellten Theil des Bl ' lkadecorpö, und es gelang ihm die Vorposten zu überfallen, n I