2^2
Unterstützung und der Besatzung in der eroberten Schanze beiDamm, bis an die Zollbrücke vorgedrungen, als alle Z Abtheilun-gen den Befehl zum Rückzüge erhielten, der mit Ruhe und Ord-nung erfolgte. Es war 8 Uhr Morgens geworden, als nun derFeind mit Bataillon und Z Stück Geschütz vvls Stettin, sowie auch von Damm aus einen bedeutenden Ausfall machte. Er,ward jedoch durch ein kreuzender Feuer von der Batterie auf demKespersteige und von den schwedischen Kanonierschaluppen baldmit namhaften Verlust zurückgewiesen, und ihm 2 Stück Geschützunbrauchbar gemacht, noch ehe sie zum Schuß gelangten. DieFestung wurde gleichzeitig auf allen Punkten beunruhiget.Der Verlust der preußischen Truppen bestand in einem todten und9 verwundeten Offizieren, und 200 theils todten theils verwundetenSoldaten. Der Major v. Schulz starb an seinen schwerenWunden.
Am 1 ?ten April eroberten die Franzosen das im Bereich derFestung liegende Dorf Grabow mit den sämmtlichen sehr bedeu-tenden Holzlagern, was der Kaufmannschaft einen sehr großenVerlust zufügte.
Am isten Mai fand abermals ein Ausfall des Feindes statt.
Am loten Mai unternahm der Feind mit Z Compagnienund 2 Kanonen von Damm aus einen Ausfall, die Vorpostenvereinigten sich zwischen den Verschanzungen, der Feind wurdegleichzeitig in der Flanke angegriffen, während ihn g Stück Ge-schütz seitwärts und in der Flanke empfingen, so daß er sehr baldzum Rückzüge gezwungen wurde. Der preußische Verlust bestandaus einem todten und zwei verwundeten Soldaten.
Den i2ten Mai um 7 Uhr des Morgens steckte der Feindaufs neue einige Häuser in dem Dorfe Grabow, welches sich un-mittelbar an die Wälle der Festung anschließt, in Brand, wäh-rend er längs der Oder seine Scharfschützen vorschickte, denen4 Bataillon und 6 Kanonen nachfolgten. Da man von dem An-griff schon am Abend vorher Nachricht erhalten hatte, so warendie preußischen Truppen darauf vorbereitet. Der Oberstlieutenantvon Loffow ließ die Truppen Vorrücken, und den Feind durch das2te Reserve-Bataillon des pommerschen Infanterie-Regiment«von noch einigen Bataillons und der reitenden Batterie des Lieut-v. Borchard unterstützt angreifen. Das Gefecht wurde lebhaft,das kleine Gewehrfeuer dauerte ununterbrochen fort. Es rückttdarauf das iste ostpreußische und das Zte ostpreußische Reserve-Bataillon in Kolonnen zum Angriff in des Feindes Flanke vor,und dieser rasche und tapfere Angriff brachte den Feind' zum We>*chen und zum Rückzüge, der Feind ließ um den Rückzug zu decken,4 Stück Geschütz bei der Nachhut, mit welchen er ein sehr Leb-haftes Geschützfeucr unterhielt. Die preußische Artillerie ruckteaber bis in den Kartatschenschuß ihm nach, und machte ein s»wirksames Feuer, daß ihm sogleich 2 Stück seines Geschützes un-brauchbar gemacht wurden, die er nur mit vieler Anstrengungrückbringen konnte, worauf er sich eilig nach der Festung zurück-zog; die preußischen Truppen verfolgten ihn mit großer Entschttl'