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konnte, da traf ihn gleich beim Beginn des Kampfes die unglück-liche Kugel, welche die Armee ihres Führers beraubte und ihmselbst bald darauf den Tod gab.
Der Oberst Scharnhorst, Chef des Generalstabes beimHerzog, ein geborner Hannoveraner, und noch zu unbekannt inder preußischen Armee, um sich eines besondern Vertrauens er-freuen zu können, zugleich jünger im Dienst als der GeneralMull und der Oberst Massenbach. Bei allem Reichthum anIdeen besaß er nicht die Gabe, ihnen schnell Eingang zu ver-schaffen, und bei aller Klarheit des Geistes erschien er im Vor-trag, wenn auch nicht verworren, doch nicht klar genug, um ausseiner bescheidenen Haltung heraus, sich die erforderliche persön-liche Geltung zu verschaffen. Das Alles lähmte seinen Einfluß,seine Wirksamkeit; wozu noch kam, daß er sich frühzeitig mit demHerzog völlig überwarf.
Außer dem Obersten Scharnhorst befand sich neben einigenjüngeren Offizieren in der Umgebung des Herzogs noch der Haupt-mann Müffling vom Generalstabe, der von dem Detaschement desGenerals Grafen Tauenßien nach dem Hauptquartier berufen wor-den war, weil der Herzog glaubte, von dessen gründlichen Terrain-Kenntnissen im Thüringschen besonders vertheilen zu können. Der-selbe gewann auch bald eine gewichtige Stimme, wurde aber zu-fällig frühzeitig vom Herzog entfernt.
Unter dem Herzoge befehligte einen bedeutenden Theil derArmee der General der Infanterie Fürst von Hohenlohe.Der Fürst war zur Zeit 59 Jahr alt, ein lebendiger, gemüthlicher,tapferer und von Natur eigentlich auch ein gehorsamer Soldat,aber zugleich von einem sehr großen Ehrgeiz beherrscht, der nichtdurch verhältnißmäßig bedeutende Gaben unterstützt wurde. Seinemganzen Wesen nach Soldat, hatte er am Rhein mit Auszeichnunggedient, sich aber seitdem nicht hinlänglich, wenigstens ohne hin-länglichen Erfolg, mit den neueren Erscheinungen im Gebiete desKrieges beschäftigt, so daß er im Wesentlichen noch der alten Li-neartaktik angehörte, und überzeugt war, mit derselben allen Er-eignissen des Krieges gewachsen zu sein. In ein bestimmteresuntergeordnetes Verhältniß zum Herzog gestellt, würde der Fürst
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