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Erster Theil. Erster Band.
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desselben, war in hohem Grade umsichtig und gewandt, aber mehrausgezeichneter Geschäftsmann als bedeutender Militär. — DerGeneral-Adjutant G eneral Köckritz folgte nur als persön-licher Freund des Königs und machte gewiß selbst keinen Anspruchauf eine Stimme im Rathe über kriegerische Operationen. — DerOberst Kleist,') der zeitige General- und vortragende Adjutant,war ein äußerst würdiger, achtungswerther und wohlwollenderMann und braver Soldat, der seinem Posten nach bestem Wissenund Gewissen vorstand, es aber nicht verstand, in einer so, schwie-rigen Zeit seine bedeutende Stelle auszufüllen und eine entschei-dende Stimme zu gewinnen, wozu er mit der Autorität des Kö-nigs im Hintergründe eigentlich berufen gewesen wäre.

Unter den übrigen höheren Generalen, die durch ihre Stel-lung eine bedeutende Rolle im Kriege hätten spielen können, würdenach der Stimme in der Armee der 70jährige General derKavallerie Graf Kalkreuth voran zu nennen sein, und inder That berechtigten die bedeutenden Gaben desselben, und daswas er bereits im 7jährigen Kriege als Adjutant des PrinzenHeinrich und am Rhein geleistet hatte, zu großen Erwartungen.Man hatte aber jüngere Generale, wie den Fürsten Hohenloheund den General Rüchel, zu selbstständigen Kommandos in derArmee berufen und dadurch, bei dem Charakter des Grafen Kalk-reuth, in diesem einen tiefen Ingrimm hervorgerufen, der erst ge-stillt wurde, als alle die, welche wissentlich oder unwissend zu dieserVerletzung beigetragen, einem schweren Geschick erlegen waren.Nur durch solche Annahme erklärt sich einigermaßen das Verhaltendes Generals in dem nachfolgenden Kriege, wenn gleich damitkeine Rechtfertigung ausgesprochen sein soll. — Was die übrigenhöheren Führer betrifft, so wird sich wohl Gelegenheit finden, ihrerspäter zu gedenken. —

Dem Operationsentwurf vom 8. September lag der Gedankeeiner Offensiv-Operation gegen den Main allerdings bereits zuGrunde, aber es tritt auch die Besorgniß heraus, daß die Fran-zosen dazu wohl kaum die Zeit, ja selbst vielleicht nicht einmal

>) Der nachmalige Graf Kleist von Nollendorf.