Band 
Zweiter Theil. Dritter Band.
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England trat der Konvention bei, und stand in Aussicht,daß es binnen Kurzem durch eine Diversion im Rücken der Fran-zosen thätig eingreifen werde.

Mit Schweden war ein besonderer Vertrag abgeschlossen wor-den, in welchem Preußen sich verpflichtete, ein Korps von allenWaffen in der Stärke von 5000 Mann auf der Insel Rügenlanden zu lassen und mit der schwedischen Armee zu vereinigen.Es sollte das Korps durch Ranzionirte auf 10 —12,000 Manngebracht, und als Ziel der Bestrebungen der vereinigten Truppen,die Befreiung von Preußisch-Pommern, die Wiedereroberung derfesten Plätze oder der Entsatz der belagerten Festungen betrachtetwerden. Der so eben eingetroffene, gegen den in Pommern gefan-gen genommenen General Victor ausgewechselte General Blüchersollte das einzuschiffende Truppenkorps befehligen. Schweden ver-hieß dagegen die Aufkündigung des am 18. April mit Frank-reich abgeschlossenen Waffenstillstandes. Der Baron Ribeaupierrebrachte vom Könige von Schweden, in Folge der Sendung desMajors Hünerbein, die Versicherung, daß er nach seinen Kräftenzum Gelingen der guten Sache beitragen, auch Kriegsschiffe sen-den werde, um behülflich zu sein, die Franzosen von der Nehrungzu vertreiben und Danzig zu entsetzen.

Sehr wichtig für alle weiteren Unterhandlungen wurde dieEntfernung des Generals Zastrow von den Geschäften des aus-wärtigen Departements und der Eintritt des Ministers Harden-berg, der zugleich die Geschäfte de^ Finanzen und der Verpflegungin so weit vorläufig übernahm, als dieselben Einfluß auf die mi-litärischen Unternehmungen haben konnten. —

Der Verlust der Frischen- und Danziger-Nehrung hatte dasAugenmerk der Verbündeten vollständig von den Operationen imfreien Felde auf den Besitz von Danzig gewandt. Bereits imMärz hatte der General Bennigsen unbedingt einen Entsatz ver-heißen. In einem Schreiben an den General Rüchel vom 6. März,zur weitem Mittheilung an den Gouverneur von Danzig, sagte er:

„Ich bin überzeugt, daß sich die Festung wenigstens 8 Wo-chen halten müßte, in welcher Zeit ich dem Gouverneur unbedingtversprechen könnte, daß er zu Wasser und zu Lande Sukkurs haben