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Krieg in die Länge ziehen, die anrückenden Verstärkungen unddie Diversion der Engländer und Schweden in Pommern abwar-ten zu können und dann, ansehnlich verstärkt, die Offensive wie-der zu ergreifen.
Die zweite Operation war: die Verbindung mit dem L'Eftocq-schen Korps durch einen Rückmarsch längs der Alle auf Wehlauherzustellen, dem General L'Eftocq die Vertheidigung von Königs-berg zu übertragen, mit der russischen Armee aber den Pregel biszum Eintreffen der Verstärkungen zu vertheidigen.
Der General Bennigsen glaubte die letztere Operation vor-ziehen zu müssen, weil ihm das Geschick Preußens in gleicherWeise zur Berücksichtigung empfohlen worden war, als das Ruß-lands selbst. Hatten nun die Verstärkungen die preußische Grenzenoch nicht erreicht, war ferner Königsberg nicht dergestalt befestigt,um es gegen die französische Hauptmacht längere Zeit zu verthei-digen, so mußte dem russischen General, bei dem zweifelhaften Er-folg des ersteren Planes, der letztere auch eine größere Sicherheitdarzubieten scheinen. Ob dem in der That so war, ist jetzt schwerzu beurtheilen. Es ist früher bereits darauf hingedeutet worden,wie es unerläßlich gewesen, gleich beim Eintritt der wärmerenJahreszeit an die Verstärkung der Befestigung von Königsbergzu denken, um diese wenigstens sturmfrei zu machen. Die Be-satzung des Platzes, durch das L'Estocqsche Korps, durch die Trup-pen auf der Frischen Nehrung, durch die zum Theil formirten,zum Theil in der Formation begriffenen preußischen Reserve-Ba-taillone verstärkt, wurde dann stark genug, um die ausgedehnteUmfassung von Königsberg bis zu dem Moment zu vertheidigen,wo der verstärkte General Bennigsen gegen die geschwächten Fran-zosen die Offensive ergreifen konnte. Hatte man verabsäumt, fürKönigsberg das Erforderliche zu thun, so hatte man allerdingsdem General Bennigsen die Wahl der Operation erschwert, dapolitische Rücksichten ihm wohl gebieten mochten, Königsberg nichtin die Hände des Feindes fallen zu lassen.
Zur Ausführung des gefaßten Entschlusses verließ die rus-sische Armee bereits um Mitternacht zum 13. die Gegend vonBartenstein, da es dem General en elles darauf ankam, die Ge-