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nannte General und die Kammer-Deputation versäumten demBefehl Folge zu leisten, und die wichtigen Papiere, die Geldbe-stände und vorräthigen Gewehre, Alles verblieb in Breslau.
Der Graf Götzen sandte hierauf den Kreis-Direktor Lütt-witz mit Vollmacht nach Schweivnitz, um den Ravitaillements-Zuftand der Festung zu untersuchen, nach Möglichkeit zu verbes-sern, und die Verstärkung der Besatzung zu leiten. Ein Aufrufan die Bergleute im schlesischen Gebirge, sich freiwillig zu stellen,wurde auf Vorschlag des Bergrichters Steinbeck erlassen. DerGraf selbst begab sich nach Neiße, traf dort die nöthigen Anord-nungen wegen Vervollständigung des Ravitaillements und der Er-richtung der Reservebataillonc, und eilte am 8. Dezember nachKosel zurück. Bei den daselbst versammelten Land- und Steuer-räthen Obcrschlesiens zeigte sich durchgehends die größte Bereit-willigkeit; besonders zeichnete sich der Landrath Graf Henckel durchbeträchtliche freiwillige Opfer an Pferden, Gewehren und sonsti-gen Waffen aller Art aus. Auch hier wurden die nöthigen Maß-regeln verabredet und Instruktionen zur Errichtung neuer Trup-pen ertheilt.
Von der aus den Artillerie-Trams und den Kavallerie-Depots bereits formirten Kavallerie wurden 3 Abtheilungen, jedezu 60 Pferden, unter dem Major Rumpf, und speziell unter denLieutenants Eisenschmidt, Witowski und Zawadzki, sogleich überdie Oder nach der Gegend von Pleß, Gleiwitz und Lublinitz dc-taschirt, um diese Gegenden schnell von den Streifereien der pol-nischen Insurgenten und feindlichen leichten Truppen, welche da-selbst auf das Entsetzlichste gewüthet hatten, zu befreien. Ingleicher Art wurde der Major Görtz mit 3 Abtheilungen, unterden Lieutenants Schmiedeberg, Köckritz und nach der Ge-gend von Brieg und Wansen detaschirt, um sich durch das vonGlatz aus in vie Gegend von Strehlen detaschirte Kommandoder dortigen Kavallerie-Depots mit der Festung Schweidnitz inVerbindung zu setzen, wo ebenfalls neue Kavallerie-Formationenangeordnet wurden, und zugleich die rückwärtsliegende Gegendvor feindlichen Streifereien zu schützen. Ferner wurden bei Koselaus den brauchbaren Pferden des Depots des Dragoner-Regi-