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Zweiter Theil. Vierter Band.
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habe. Auf den Nach des genannten Grafen Götzen zog sich derRittmeister Schill nach Rachen bei Wünschelburg zurück.

Der an den Rittmeister Eisenschmidt abgesandte Bote desMajors Stößel hatte sich somit seines Auftrages nicht entledigenkönnen; es ist aber wahrscheinlich, daß er ihn dem RittmeisterSchill mitgetheilt hat, und wir werden sehen, wie dieser Offizierwohl nur gezwungen von einer Unterstützung des Stößelschen De-taschements abstand.

Bevor der Major Stößel am 14. Februar zur Ausführungseines Vorhabens schritt, wurde ihm um 10 Uhr Morgens dieMeldung gemacht, daß ein feindliches Detaschement von Walden-burg her im Anmarsch sei. Das Stößelsche Korps stellte sichsehr vortheilhaft auf den Anhöhen von Friedland auf und warfdem Feinde die Kompagnie Rekowski, unterstützt durch einige Ka-vallerie unter dem Volontair Baron Canitz, entgegen, währenddie Kompagnie Stengel gegen Liebau postirt wurde. Der Lieu-tenant Rekowski manövrirte in den Defileen auf Waldenburg sogeschickt, daß der Feind etwa um 2 Uhr Nachmittags unverrich-teter Sache mit dem Verlust einiger Gefangener abzog und seineTodten und Verwundeten auf Schlitten mit sich führte?) Preu-ßischer Seits hatte man 5 Todte, 3 Verwundete und 4 todtePferde Verlust.

Nachmittags 3 Uhr brach der Major Stößel mit sämmtli-chen Truppen auf den abgelegensten Gebirgswegen längs derböhmischen Grenze nach Wüste-Giersdorf auf. Der Marsch warüber alle Beschreibung beschwerlich; es mußte in der bald eintre-tenden Finsterniß aller Orten durch einen über 3' tiefen SchneeBahn gebrochen werden. In Giersdorf traf man nichts vomFeinde, wohl aber erhielt man die Nachricht, daß Königswaldevon 1500 Bayern besetzt sei. Der Major dachte nur an dieVereinigung mit dem Rittmeister Eisenschmidt, und ließ daher des-senungeachtet nach einiger Ruhe den Marsch auf Königswaldefortsetzen. Eine 3pfündige Kanone mußte trotz dem, daß man

1) Was dies für feindliche Truppen gewesen, wissen wir nicht an-zugeben.

IV.

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